Grosse Apfelkiste

Die Ausgabe 10.4 von Mac OS X Server zeigt viel Open-Source-Software und Komfort in der Bedienung, aber auch Grenzen bei der Integration in komplexe Umgebungen.

» Von Andreas Heer, 07.07.2005 10:48. Letztes Update, 07.07.2005 10:49.

Gleichzeitig mit der Veröffentlichung des Mac OS X 10.4 alias Tiger hat Apple auch eine aktualisierte Server-Variante präsentiert. Sie unterscheidet sich auf den ersten Blick von der Desktop-Ausgabe hauptsächlich durch zusätzliche Bestandteile wie etwa den Java-Applikationsserver J-Boss und die grafischen Konfigurationswerkzeuge. Beibehalten hat Apple die Abstützung auf Open-Source-Anwendungen. Die nicht Mac-spezifischen Aufgaben erledigen beim Tiger-Server die selben Komponenten wie etwa die auf einem BSD- oder Linux-Server. Die Konfiguration erfolgt weitgehend über zwei grafische Werkzeuge und ist auch übers Netzwerk möglich. In diesen komfortablen Arbeitshilfen für Administratoren liegt ein Vorteil des Tiger-Servers gegenüber beispielsweise den Enterprise-Servern von Suse und Red Hat. Voraussetzung für die Fernbetreuung ist allerdings ein Mac-OS-X-Rechner, Windows-PC bleiben aussen vor.

Namen und Grenzen

Für das Einrichten und Überwachen der einzelnen Serverdienste dient der Server-Admin. Benutzer, freigegebene Ordner und Zugriffsrechte legt der Systemverwalter dagegen im Arbeitsgruppen-Manager fest. Benutzerspezifische Angaben speichert der Tiger-Server in einem Verzeichnisdienst. Dessen Inhalt kann das System dem gesamten Netzwerk anbieten, auf lokale Verwendung beschränken, oder das System wird als Client an ein bereits vorhandenes Verzeichnis angebunden. In letzterem Fall unterstützt der Mac-Server grundsätzlich alle gängigen Formen wie LDAP (Lightweight Directory Access Protocol), Microsofts Active Directory oder das E-Directory von Novell. Erfreulich ist, dass Apple für die Konfiguration als netzwerkweiten Verzeichnisdienst auf LDAP setzt und nicht auf das Relikt aus Next-Zeiten namens Net-Info. Die Struktur entspricht dabei gängigen Standards, die Apple aber um eigene Felder erweitert hat.

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