Test: Sony Xperia Z5

Sony wollte die beste Smartphone-Kamera der Welt bauen. Ob das die Japaner geschafft haben, und wie sich das neue Xperia Z5 sonst schlägt, lesen Sie in unserem Test.

» Von Luca Diggelmann , 16.10.2015 10:50.

Die Vorgabe für das neue Flaggschiff von Sony war klar: Das Xperia Z5 soll das Smartphone mit der besten Kamera der Welt werden. Keine leichte Mission gegen den Fotografenliebling iPhone, die immer stärker werdenden Samsung- sowie LG-Geräte und den Geheimtipp HTC. Sony hat allerdings einen grossen Vorteil gegenüber all den anderen Herstellern: Sie bauen ihre Fotosensoren selbst und das seit vielen Jahren.

Für das Xperia Z5 wurde ein Sensor im 1/2,3-Zoll-Format entwickelt. Mit 23 Megapixeln liegt der Exmor-Sensor in einer guten Mitte. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Entsprechend lassen sich die Bilder des Xperia Z5 sehen. Im Vergleich zum iPhone 6 Plus sind klar mehr Details zu erkennen. Auch bei schlechtem Licht bleiben viele Details erhalten. Auch das Bildrauschen hält sich in Grenzen. Dafür überschätzt sich das Z5 in seltenen Fällen etwas bei der Belichtungszeit und seinem eigenen Bildstabilisator. Um das Bildrauschen niedrig zu halten, geht das Z5 auf Belichtungszeiten, die teilweise zu langsam sind für wackelnde Fotografen. Farblich bleibt das Xperia Z5 Sony-typisch blaustichig und stellenweise etwas blass. Die abgebildeten Farben sind allerdings deutlich näher an der Realität als bei anderen Smartphones, die oftmals auf stark gesättigte Farben zurückgreifen, um die Bilder auf dem Smartphone-Display attraktiver wirken zu lassen. Am Ende sind die Sony-Farben Geschmackssache. Etwas mehr Punch hätte den Bildern aber schon gut getan.

Die zweifelsfrei beste Smartphone-Kamera hat Sony wohl nicht erschaffen, garantiert aber eine der besten. Was den Detailreichtum angeht, ist Sony spitze. Allerdings sind Details für durchschnittliche Instagrammer weniger wichtig als auffällige Farben und Filter. Dort hat Apple weiter die Nase vorn. Interessanter ist die Kamera des Xperia Z5 damit eher für Hobbyfotografen, die mehr mit realistischen Farben als mit grell leuchtenden Regenbögen anfangen können.

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KOMMENTARE

Lars Simonsen: 18-10-15 01:00

Es gilt immer noch dass grössere Sensoren bessere Bilder geben. - Weil die Pixeln grósser werden. Für normale Fotos ist alles über 5 Megapixeln uninteressant.
Die besten Fotos werden genommen mit grósseren Pixeln.

Wenn du daher Fotos mit einer guten Farbtiefe oder eine hohe lichtempfindlichkeit haben möchtest musst du Geráte mit wenig Pixeln wáhlen.
Pixeljagd stammt von den Jahren wo wir nur 1-3 Megapixeln hatten. Damals hatte es Bedeutung. Es sind aber zehn Jahren her...
Profis benutzen nur grosse Sensoren.

Armin Heinzmann: 16-10-15 15:22

Danke, guter und recht objektiver Bericht wie mir scheint. Aber Aussagen wie "4K auf einem so kleinen Bildschirm hoffnungslos übertrieben" finde ich jetzt eher deplaziert, denn sobald Apple beim iPhone auf 4K nachziehen wird und das wird es irgendwann ganz sicher, dann werden alle wieder vom besten Display, absolute Weltneuheit und einfach perfekt sprechen. Genau wie bei 5.5" Bildschirmen. Als nur Android das hatte, galt es als völlig übertrieben und unhandlich,aber jetzt, da die meisten iPhones auch in dieser Grösse verkauft werden, ist es plötzlich perfekt und ein Must.

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