Das dünnste Notebook im Test: HP Spectre 13

» Von Simon Gröflin , 15.07.2016 07:06.

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Geräusch- und Wärmeentwicklung

Je nach Modell werkelt beim HP Spectre 13 im Innern ein Intel-Core-i5-6300U- oder ein Dual-Core-i7-6500U-Prozessor. Eine dedizierte Grafikeinheit wie in Microsofts Surface Book sucht man in beiden Modellen vergebens. Unser i7-Laptop bringt es mit 8 GB RAM auf bis zu 3,1 GHz im Turbo-Boost. Der U-Chip erzeugt zwar im Gegensatz zu den lüfterlosen Core-M- und Atom-Convertibles nach wie vor etwas Abwärme, aber man spürt sie weniger als bei den früheren Generationen. Im Alltag macht sie sich nur vorne und hinten ein wenig im oberen Bereich der Tastatur bemerkbar.

Flotter SSD-Speicher

Bei sehr einfachen Aufgaben wie der Textverarbeitung oder dem Schreiben von Mails können wir bestätigen, dass es sich um ein lautloses Gerät handelt. Nach einigen Minuten Surfen hört man die beiden Lüfter durchaus mit ca. 30 dB(A), was aber immer noch vertretbar ist. Bei der Videowiedergabe bleibt das Notebook ebenfalls in diesem Bereich. Die Leistung ist mehr als ausreichend für anspruchsvolles Multitasking. Beim schnellen Importieren grosser Datenmengen hilft ihm das schnelle PCI-Express-Laufwerk mit NVMe-Protokoll. Einen Windows-10-Neustart legt das kleine Gerät in weniger als 10 Sekunden hin. Allerdings ist das Kompakt-Ultrabook nicht für Extremsport wie Videobearbeitung ausgelegt. So zeigt sich denn auch in Leistungstests die Unterlegenheit gegenüber grösseren Durchschnitts-Multimedia-Laptops im 1000-Franken-Bereich.

Vergleich mit grösseren Ultrabooks

Im Grafik-Test 3DMark Cloud Gate legt das flache Notebook 4897 Punkte hin: etwas weniger als ein grosses Multimedia-Notebook wie das Asus K501UB-DM075T oder ein Gamer-Ultrabook wie das Acer Aspire S13 S5-371 (beide ca. 6000 Punkte). Im Skydiver-Test mit 2923 Punkten zeigt sich, dass das kleine Ultrabook auch schwächeren Gaming-Notebooks stark unterlegen ist, doch ist ein solcher Vergleich mit voluminöseren Laptops letztlich auch nicht ganz fair. Er soll aufzeigen, dass sich das Spectre 13 weder für Videobearbeitung noch für Gaming eignet, auch wenn beides noch teilweise möglich ist. Die Akkulaufzeit ist besseres Mittelmass: Im Office-Mix oder beim Surfen mit mittlerer Display-Helligkeit reicht der Vier-Zell-Akku, der in ca. zweieinhalb Stunden vollständig geladen ist, für sechs bis sieben Stunden. Im Powermark-Lauftest betrug die Akkulaufzeit dreieinhalb Stunden, wobei hier gleichzeitig ein Multimedia-Lauftest im Gange war.

Fazit

Das HP Spectre 13 ist ein wunderschön verarbeites Ultrabook mit einer fast perfekten Grundausstattung. Kompromisse hinnehmen muss man bei Schnittstellen und dem überempfindlichen Touchpad. Die Akkulaufzeit ist bei ähnlich teuren Konkurrenten wie dem Surface Book besser (zehn bis zwölf Stunden), das liegt aber beim Spectre 13 an der Dünne des Geräts und am kleinen Akku.

Der Rechner ist hierzulande für einen Strassenpreis von 1790 Franken erhältlich

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