Test: iPad Pro 12.9" (2017)

» Von Klaus Zellweger , 13.07.2017 10:55.

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Kaufberatung und Fazit

Zielgruppe

Das iPad Pro ist das zurzeit das beste Tablet auf dem Markt. Es richtet sich aufgrund der schieren Leistung an Anwender mit höchsten Anforderungen an den Prozessor. Das Display mit TrueTone-Technologie und 120-Hz-Aufbau ist zurzeit einmalig und setzt die Messlatte für die Zukunft deutlich höher.

Doch das ist nur die eine Hälfte der Geschichte: Die üppig bemessene Leistung sorgt ausserdem dafür, dass dieses Gerät in den nächsten Jahren jedes Systemupdate klaglos mitmachen wird. Das macht das iPad Pro auch für Anwender interessant, die so viel Leistung zurzeit gar nicht brauchen.

Die richtige Grösse

Wir haben das 12.9-Zoll-Modell getestet. Allerdings soll nicht verschwiegen werden, dass ihm das kleinere 10,5-Zoll-Modell in jeder Hinsicht ebenbürtig ist – einfach nur kleiner. Welche Grösse sollten Sie wählen? Die Antwort ist einfach: Wenn Sie gute Gründe für das kleine Modell haben, wählen Sie dieses. Vielleicht passt es gerade noch in Ihre Tasche. Oder Sie tragen es den ganzen Tag mit sich herum und mögen es deshalb so klein wie möglich. Und so weiter. Wenn Sie jedoch unschlüssig sind, greifen Sie zum grossen Modell. Filme, Fotos, Spiele, Anwendungen: Einfach alles sieht darauf besser aus. Ich musste beim Vorgänger ein halbes Dutzend Interessenten aus meinem privaten Umfeld zum grossen Modell drängen. Alle hatten dabei ein mulmiges Gefühl – doch kein einziger hat den Kauf bereut, im Gegenteil.

Speicher

Das Speicherangebot ist üppig! Bereits die kleinste Version fasst 64 GB – das reicht für viele Spiele, Fotos und Videos. Wenn Sie jedoch ständig unterwegs sind und Serien oder Filme im Akkord verschlingen, dann sollten Sie die mittlere Grösse von 256 GB wählen.

Die höchste Ausbaustufe von 512 GB lässt sich von «normalen» Anwendern kaum füllen. Sie empfiehlt sich zum Beispiel, wenn das iPad als mobiler Zwischenspeicher verwendet wird: Am Abend im Hotel werden RAW-Fotos und 4K-Filme übertragen, gesichtet und einer ersten Bearbeitung unterzogen, ohne dass das iPad Pro an seine Grenzen stösst. Auch Werber, Designer und Fotografen mit vielen Referenzprojekten sollten diese Ausstattung wählen.

Nur-Wi-Fi oder auch Cellular?

Diese Entscheidung will gründlich überlegt sein! Jedes Modell gibt es wahlweise als «Nur Wifi» oder «Wifi+Cellular». Der offensichtliche Unterschied: Während sich das «Nur Wifi»-Modell ausschliesslich über WLAN mit dem Internet verbindet, steht dem «Wifi+Cellular»-Modell auch der Zugang über Mobilfunk offen, weil es eine SIM-Karte aufnehmen kann. (Die ist jedoch nur für Daten; telefoniert wird mit dem iPad Pro höchstens über iMessage, Skype und andere Messenger.)

Doch darüber hinaus gibt es zwei gewichtige Unterschiede.

eSIM. Wenn Sie im Ausland mobil auf das Internet zugreifen möchten, benötigen Sie dazu keine physische SIM-Karte eines lokalen Providers, um den Konkurs durch Roaming-Gebühren abzuwenden. Stattdessen rufen Sie in den Einstellungen einfach die Option «Mobile Daten» auf und buchen innerhalb einer Minute ein Datenpaket über einen lokalen Anbieter. Dabei wird die E-SIM im Gerät verwendet – und die fehlt dem «Nur Wifi»-Modell.

GPS. Weil sich der Mobilfunk-Chip und das GPS-Modul auf demselben Bauteil befinden, kann nur das «Wifi+Cellular»-Modell die Position exakt orten. Das kleinere Modell muss sich hingegen an den verfügbaren WLAN-Netzen orientieren. In der Pampa läuft das auf überhaupt keine Lokalisierung hinaus. Wenn also Geodaten für Ihre Arbeit oder Hobbys von Bedeutung sind, ist das «Wifi+Cellular»-Modell die einzige vernünftige Wahl.

Das letzte Wort

Das iPad Pro zieht sämtliche Register beim Display, dem Prozessor und der Kamera. Alleinstellungsmerkmale sind der Normalfall. Und während andere Hersteller scheinbar die Lust am Thema «Tablet» verloren haben, verfolgt Apple mit dem iPad Pro stur und kompromisslos den eingeschlagenen Weg.

Kurz gesagt: Wenn das iPad Pro Ihre Erwartungen nicht erfüllen kann, dann bleiben bei den Tablets nicht mehr viele Alternativen übrig.

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