Test: iMac 5K 27 Zoll (2017)

» Von Klaus Zellweger , 25.07.2017 14:30.

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Warnung vor dem Fusion Drive

Alle neuen iMacs werden standardmässig mit einem Fusion Drive bestückt, das in unserem Testgerät 1 TB an Daten fasst. Die Idee hinter diesem Laufwerk ist so einfach wie bestechend: Es besteht aus einer Symbiose zwischen einer 1-TB-Festplatte und einem schnellen SSD-Speicher mit einer Kapazität von 32 GB. Diese Kombination wird vom System wie ein einzelnes Laufwerk behandelt.

macOS allein bestimmt, welche Daten wo gespeichert werden. In einem dynamischen Prozess werden das System sowie die meistverwendeten Daten und Programme auf dem SSD gespeichert, der Rest bleibt auf der Festplatte ausgelagert. Die Folge: nahezu das Tempo eines Solid State Drive, aber mit der preiswerten Kapazität einer Festplatte.

Und doch sollten Sie vom Fusion Drive Abstand nehmen und stattdessen eine Konfiguration mit einer reinen SSD-Lösung bestellen.

Das Fusion Drive funktioniert ausgezeichnet, wenn Sie mit vielen kleinen Dateien arbeiten. Sobald diese jedoch grösser werden, drückt der langsame Festplattenteil durch. Bei mir ist es zum Beispiel so, dass eine virtuelle Windows-Umgebung für meine Arbeit unverzichtbar ist. Die Datei mit der genauso virtuellen Windows-Festplatte wiegt ungefähr 50 GB – und kommt deshalb nie mit dem SSD-Teil in Berührung: Ausgerechnet dort, wo Geschwindigkeit am wichtigsten wäre, wird das Fusion Drive zur Bremse. Dasselbe gilt auch für sehr grosse Datenbanken oder Kataloge, wie sie zum Beispiel von der Bildverwaltung Adobe Lightroom produziert werden.

Deshalb lautet die klare Empfehlung: Wenn Sie den iMac 5K nicht ausschliesslich für Büroanwendungen benötigen, greifen Sie unbedingt zu einem Modell mit einem unverdünnten SSD. Der Aufpreis vom Fusion Drive mit 1 TB auf ein 512 GB grosses SSD beträgt übrigens 330 Franken. Der Aufpreis auf ein SSD mit 1 TB schlägt mit 770 Franken aufs Budget.

Kein Laut zu hören

Zu den besten Eigenschaften des iMacs zählt, dass das Gerät unhörbar leise arbeitet: bei der Bildverarbeitung, beim Videoschnitt und bei den einfacheren Aufgaben sowieso. Dass überhaupt Lüfter verbaut sind, wird erst unter Dauerlast hörbar, wenn zum Beispiel Videos konvertiert werden oder ein Leistungstest läuft.

Davon abgesehen, wirkt der Rechner auf dem Schreibtisch wie ein Dummy, dem ein Screenshot auf die Frontseite geklebt wurde. Wie wichtig diese Schweigsamkeit der Hardware ist, hängt in erster Linie von der umgebenden Geräuschkulisse ab. Doch für mich als bekennender Lüfterhasser ist diese Eigenschaft eines der wichtigsten Kaufargumente schlechthin.

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