Kompakter Speicher fürs Netzwerk

» Von Andreas Wurm, 31.07.2007 08:35. Letztes Update, 31.07.2007 08:36.

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In der Festplattenverwaltung erhält der Administrator Informationen zu den benutzten Festplatten, zum Beispiel zum Raid-Level. Des Weiteren lassen sich bis zu zwei externe Festplatten mit der Tera-Station verbinden. Einerseits erweitert das die Speicherkapazität. Andererseits müssen Mitarbeiter, die grosse Datenmengen auf externen Festplatten verwalten, diese Daten nicht erst auf einen PC und dann über das Netzwerk auf das NAS spielen, sondern können direkt darauf zugreifen.

Verschiedene Raid-Level

Die Festplatten, welche in der Tera-Station arbeiten, lassen sich auf drei Arten konfigurieren: Spanning, Raid 1 und Raid 5. Das getestete System war mit vier Festplatten à 250 GByte bestückt. Durch Spanning lässt sich aus den Platten ein grosses, virtuelles Laufwerk von einem TByte machen. Allerdings ist das die unsicherste Variante. Wenn eine Festplatte beschädigt ist, gehen Daten verloren, ohne dass diese einfach wieder zu gewinnen sind. Bei den beiden Raid-Varianten steht weniger nutzbarer Speicherplatz zur Verfügung, dafür bieten sie einen gewissen Schutz bei einem Festplattenschaden. Bei Raid 1 spiegelt das System die Dateien auf das zweite Paar Festplatten. So bleibt bei einem TByte Kapazität Platz für 500 GByte Daten. Bei Raid 5 sind die Informationen über die Daten einer einzelnen Festplatte auf alle Platten im so genannten Raid-Array verteilt. Dabei erhöht sich die Kapazität auf rund 700 GByte Speicherplatz. Raid 1 verkraftet den Ausfall von zwei Platten. Bei Raid 5 ist die Sicherheit des Arrays gewährleistet, solange nur eine Platte ausfällt. Wie immer muss sich der Administrator auch hier Gedanken machen, was sinnvoller ist. Generell gilt: Raid hilft, wenn eine Festplatte kaputt geht, ersetzt aber nicht das Backup.

Der Raid-Level lässt sich jederzeit ändern, führt aber erwartungsgemäss zu Datenverlust. Nachdem im Test zwölf GByte an Daten auf dem Raid-Array gespeichert waren, wurde der Raid-Level geändert. Hierzu musste das Raid-Array aufgelöst werden. Die Disks waren danach wieder einzeln in der Festplattenverwaltung aufgelistet. Die gespeicherten Daten gingen dabei verloren. Vor solchen Operationen muss der Verantwortliche also wichtige Daten vom betreffenden Array wegspeichern.

Wenn der Administrator nun ein neues Raid mit einem bestimmten Level anlegen will, wählt er die Platten aus, die Teil des Array sein sollen. Anschliessend legt die Tera-Station den Verbund an. Danach prüft das Gerät das neue Array mit einem Disk-Scan, was je nach Plattengrösse einige Stunden dauert.

Um die Leistung zu ermitteln, wurde die Übertragungsrate der Tera-Station mit I/O-Meter auf drei Arten getestet: 100 Prozent Lesezugriff, 100 Prozent Schreibzugriff und gemischter Zugriff. Letzteres kommt der Realität am nächsten, da in der Praxis immer jemand gerade etwas speichert, während jemand anderes eine Datei von den Festplatten lädt.

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