Performance und Verfügbarkeit im Fokus

Seit 2008 ist der Bund für das Verkehrsmanagement verantwortlich. Um trotz stetig wachsendem Verkehrsaufkommen ein möglichst flüssiges Vorwärtskommen gewährleisten zu können, verlässt sich das Bundesamt für Strassen (ASTRA) auf eine zuverlässige und leistungsfähige IT-Infrastruktur. Seit 2016 werden die zentralen Applikationen von Abraxas betrieben.

» Von Markus Gross für Abraxas Informatik AG, 26.09.2016 12:34.

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Seit 2008 wird der Verkehr auf den Schweizer Nationalstrassen vom luzernischen Emmenbrücke aus zentral überwacht und im Ereignisfall gelenkt oder geleitet. In der Verkehrsmanagementzentrale Schweiz des Bundesamts für Strassen ASTRA (VMZ-CH) – untergebracht in einem modernen Verwaltungsgebäude – stellen sich rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der komplexen Herausforderung, den Verkehr möglichst störungsfrei im Fluss zu halten. «Dazu verwenden wir im Wesentlichen zwei Fachapplikationen: eine für das Verkehrsmanagement und eine für das Baustellenmanagement», erklärt Melanie Schären, Applikationsmanagerin beim ASTRA.

Wie der Name schon sagt, werden in der Fachapplikation Baustellenmanagement die Baustellen auf dem Schweizer Nationalstrassennetz verwaltet. Die Gebietseinheiten, welche den Bau und Unterhalt der Strassenverantworten, erfassen geplante Baustellen im System, wo sie von den Filialen und der Verkehrsmanagementzentrale geprüft und freigegeben werden. Dabei ist es wichtig, das grosse Ganze im Auge zu behalten. Die Informationen zu den Baustellen werden daher von der Fachapplikation Verkehrsmanagement übernommen und verarbeitet. «In der Fachapplikation Verkehrsmanagement werden alle möglichen Informationen zu Ereignissen auf den Kantons-, National- und übrigen Strassen in der Schweiz erfasst», so Melanie Schären.
Neben den Informationen zu den Baustellen sind das beispielsweise Ereignisse wie Unfälle oder Staus sowie erwartete Verkehrsbehinderungen bei Grossveranstaltungen wie Konzerte oder Fussballspiele. Ebenfalls fliessen hier alle notwendigen Daten wie die Bilder der Verkehrsüberwachsungskameras, Wetterdaten von MeteoSchweiz, Daten von Zählstellen, Kantonspolizeien und zahlreichen anderen Quellen zusammen. In der Zentrale werden all diese Informationen aggregiert, aufbereitet und zwecks Publikation an Viasuisse weitergeleitet. Dort werden entsprechende Radiomeldungen produziert und Daten für Navigationsgeräte zur Verfügung gestellt. Melanie Schären: «Wir sprechen hier von 500 bis 600 Ereignissen jeden Tag, 100 bis 150 Baustellen pro Woche und rund 900 Anwenderinnen und Anwendern, die auf die Applikation zugreifen und damit arbeiten.»

Viele Schnittstellen, heterogene Systeme, 24-Std.-Betrieb

Entsprechend komplex ist das System. «Die Verkehrsmanagement-Applikation arbeitet über viele Schnittstellen mit einer grossen Zahl an Umsystemen zusammen, die auf unterschiedlichen Technologien basieren », so Marcel Balli, Leiter Verkehrstelematik VMZ-CH. «Für die Reisezeitdaten der Swisscom beispielsweise wurde eine eigene Netzwerkschnittstelle aufgebaut, die Wetterdaten von MeteoSchweiz basieren ebenfalls auf einer eigenen Technologie, genauso wie die Onlinedaten von den Zählstellen.»
Dabei ist das System, das nahezu in Echtzeit arbeitet, jederzeit auf die aktuellen Daten angewiesen. «Es gibt viele Abhängigkeiten », fügt Balli hinzu. «Fehlen die Daten von den Zählstellen, gibt es auch keine Darstellung der Verkehrslage in der Applikation.» Das würde bedeuten, dass die Verkehrsoperatoren in ihrer Arbeit eingeschränkt wären, wenn es beispielsweise darum geht, mittels Temporeduktionen und anderen präventiven Massnahmen Staus zu minimieren oder aktuelle Informationen für Verkehrsmeldungen bereitzustellen.
«Die Anforderungen hinsichtlich der Verfügbarkeit sind darum sehr hoch. Der Betreiber muss im Störungsfall rund um die Uhr verfügbar sein und mit den vielen verschiedenen Technologien umgehen können», sagt Balli.

Erfolgreiches Migrationsprojekt trotz engem Zeitplan

Wir haben einen Betriebspartner gesucht, der über eine bestehende Plattform verfügt, die wir als Service nutzen können, Erfahrungen im Applikationsbetrieb nachweisen kann und eine eingespielte Serviceorganisation besitzt, beschreibt Steffen Ochs, Projektleiter Leit- und Steuersysteme beim ASTRA die Anforderungen. Herausfordernd waren insbesondere das knappe Zeitfenster für das Migrationsprojekt, das Setup der redundanten Infrastruktur und das Testen der Schnittstellen parallel zum laufenden Betrieb und die Datenmigration vom bisherigen Anbieter zu Abraxas. Dies alles passierte innert weniger Wochen unter Beteiligung von rund 20 verschiedenen Unternehmen und Organisationseinheiten.

«Die Zusammenarbeit mit Abraxas war sehr angenehm», erinnert sich Steffen Ochs. «Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind kompetent, freundlich und haben auch in schwierigen Momenten nicht den Kopf verloren. Alle waren leistungsbereit und lösungsorientiert.» Probleme machte Anfangs vor allem die Performance der Plattform. Dennoch konnte das Projekt Anfang Juni 2016 mit der Migration der Daten von Basel nach Zürich und der Liveschaltung erfolgreich abgeschlossen werden. «Ich erwarte, dass es uns gelingt, zusammen mit dem Betreiber und dem Entwickler der Applikationen eine zuverlässige Partnerschaft aufzubauen, um gemeinsam das System zu optimieren und weiterzuentwickeln», sagt Projektleiter Ochs. Denn das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. «Es werden weitere Applikationen hinzukommen, die Zahl der User wird steigen und die Anforderungen an die Performance der Plattform weiter wachsen.»

Zum Autor

Markus Gross ist Redaktor im Bereich Kommunikation & Marketing bei Abraxas.

Die Firma: Die Abraxas Informatik AG ist eine erfahrene Schweizer ICT-Unternehmung mit breitem Leistungsangebot für öffentliche Verwaltungen, Organisationen im staatlichen Umfeld sowie Privatunternehmen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in St. Gallen ist in allen Sprachregionen der Schweiz vertreten. In den Bereichen Geschäftsprozessintegration, Fachanwendungen und Services bietet Abraxas den Kunden alle relevanten Dienstleistungen aus einer Hand. Diese reichen von Consulting über Applikationsentwicklung bis hin zu Infrastrukturbereitstellung und Betriebsleistungen.

Mehr Infos: www.abraxas.ch/workplace

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Dieser Beitrag wurde von der Firma Abraxas Informatik AG zur Verfügung gestellt. Computerworld übernimmt für dessen Inhalt keine Verantwortung

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