Was leistet ERP als Software as a Service?

Immer mehr Firmen interessieren sich für SaaS-Modelle, sind beim Thema ERP aber noch zurückhaltend. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen sind derlei Angebote jedoch interessant.

» Von Uwe Küll, Tecchannel.de *, 24.05.2013 10:57.

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Dieser Artikel wurde ursprünglich in unserer Schwesterzeitschrift Tecchannel.de veröffentlicht.

Software as a Service (SaaS) spielt im ERP-Bereich im Vergleich zu anderen Anwendungen wie etwa Customer-Relationship-Management (CRM) bislang eine eher untergeordnete Rolle in Deutschland. Nahezu alle klassischen ERP-Funktionen wie Finanzbuchhaltung, Materialwirtschaft, Projekt-Management oder Marketing und Verkauf lassen sich heute auch als Cloud-Lösung realisieren. Haben die deutschen Anwender das Cloud-Konzept noch nicht verstanden?

"So kann man das nicht sagen", meint Steve Janata, Senior Advisor bei der Experton Group. "es gilt zu unterscheiden zwischen ERP aus der Cloud, bei dem der Kunde ein speziell für ihn gehostetes und für seine Anforderungen konfiguriertes und angepasstes ERP-System, etwa von SAP einsetzt, und einem echten Software-as-a-Service-Angebot. Letzteres zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass es einmal standardisiert bereitgestellt und dann von vielen Instanzen genutzt wird."

Hemmschuh Individualisierung

Allerdings setzen deutsche Firmen bei der ERP-Software immer noch sehr oft auf weitgehend individualisierte Systeme. Daher sind es bislang nur wenige, meist kleine Unternehmen, die ein hoch standardisiertes ERP-as-a-Service-Angebot wahrnehmen. Doch das dürfte sich in absehbarer Zeit ändern. Denn einerseits arbeiten die Hersteller intensiv daran, die großen Pakete in kleinere Einheiten aufzuspalten, die dann in Teilprozessen als standardisierter Service eingesetzt werden können. Und andererseits dürften immer mehr Anwenderunternehmen darauf kommen, dass sich der Aufwand, den sie für die Nutzung ihrer individualisierten Lösung betreiben, nur selten wirklich rechnet. Die Folgen beschreibt Frank Naujoks, Product Marketing Manager Dynamics AX bei Microsoft, so: "Wir stellen generell fest, dass Unternehmen wieder stärker auf Standards setzen als auf eine hundertprozentige Abdeckung ihrer Anforderungen durch die Anpassung der Software."

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