Schweizer Mainframe-Firmen spannen zusammen

Die Zürcher Firma LzLabs übernimmt den Lausanner Software-Entwickler eranea. Die Technologie aus der Westschweiz wandelt Mainframe-Applikationen in Java um.

» Von Mark Schröder , 10.10.2016 15:05.

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Zwei Schweizer Spezialisten für die Mainframe-Ablösung spannen zusammen: LzLabs hat die Technologie und das geistige Eigentum von eranea übernommen. Wie die Zürcher Firma LzLabs mitteilt, sei die Akquisition des Lausanner Marktbegleiters am 30. September 2016 über die Bühne gegangen. Mit der eranea-Technologie könne LzLabs den Kunden jetzt auch die Umwandlung von Cobol-Applikationen zu Java anbieten.

Anfang Jahr hatte LzLabs sein Konzept eines «Software-definierten Mainframes» vorgestellt. Das Versprechen lautete: Die Umgebung unterstützt die wichtigsten Legacy-Betriebssystemumgebungen und -Sprachen. Dabei soll keine Neukompilierung von Cobol- oder PL/1-Code erforderlich sein. Die Transkodierungs-Software von eranea erlaube nun zusätzlich die Umwandlung des Quellcodes der Mainframe-Applikationen in Java. «LzLabs stellt eine Lösung bereit, die Anwendungen effektiver und effizienter modernisiert, sobald sie vom Mainframe portiert wird», sagt Didier Durand, Mitgründer von eranea. 

Die Kritik am «Software-definierten Mainframe» lautete bis anhin, dass Mainframe-Applikationen zwar auf eine (kostengünstigere) Plattform portiert werden können. In der neuen Umgebung müssten sie dann aber unverändert weiter betrieben werden. Eine Legacy wird durch eine andere Legacy ersetzt. Die Technologie von eranea eröffnet die Möglichkeit, an den Alt-Applikationen zu arbeiten. «Durch die Akquisition fügen wir unserem Angebot die Modernisierung der Mainframe-Anwendungen in Richtung Java hinzu. Mit der neuen Komponente lassen sich bestehende Mainframe-Applikation flexibler weiterentwickeln», sagt Thilo Rockmann, Vorsitzender von LzLabs.

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