Schneller durchs Web: Google lanciert Kompressionsalgorithmus «Brotli»

Nach Zopfli kommt Brotli: Google benennt seine Kompressionsalgorithmen nach Schweizer Gebäcken. Nun ist «Brotli» an der Reihe.

» Von Simon Gröflin , 23.09.2015 13:09.

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Moderne Webseiten und Onlinedienste erfordern immer mehr Bandbreite. Damit stagniert auch der Bedarf nach besserer Kompressionstechnik nicht. Dem will Google nun mit einem neuen Kompressionsalgorithmus namens «Brotli» Rechnung tragen.

Dessen Gzip-kompatibler Vorgänger namens «Zopfli» wurde vom Suchmaschinisten vor zwei Jahren eingeführt. Dieser soll seither auf eine derart positive Resonanz gestossen sein, dass er mittlerweile nicht nur in PNG-Optimierungstechniken, sondern auch zum Rendern von Webanzeigeinhalten zur Anwendung gelangt, wie Google im Blogpost schreibt. Mit Brotli soll nun ein neues Open-Source-Format eingeführt werden, das gegenüber dem vorherigen Algorithmus die Daten nochmals um 20 bis 26 Prozent runterkomprimieren soll. Google hat den Algorithmus nun bei der Ietf zur Standardisierungsgenehmigung eingereicht.

Keine Frage: Mit der Zunahme von mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones wird Webkompression mit Sicherheit weiterhin an Bedeutung gewinnen. Google hofft darauf, dass unser Schweizer Brötli vor allem in künftigen Browsern integriert wird, damit Anwender von schnelleren Seitenladezeiten und besserer Akkuleistung profitieren können.

Laut einer Studie, auf die Google verweist, soll der neue Algorithmus besser sein als andere Datenkompressionsalgorithmen wie etwa LZMA und Bzip2 und fast so schnell wie der Deflate-Algorithmus in Zlib.

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