Microsoft stellt Slack-Konkurrenten vor

Microsoft hat einen Messaging-Dienst entwickelt, der Slack Konkurrenz machen soll. Also dem Dienst, den man kürzlich vergeblich zu übernehmen versuchte.

» Von Fabian Vogt , 03.11.2016 12:07.

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Microsoft hat den Messaging-Dienst «Microsoft Team» vorgestellt. Eine Plattform, die Zusammenarbeit erleichtern soll. Unter anderem sind Video-Telefonate per Skype sowie der Zugriff auf Word, Excel, PowerPoint und OneNote möglich. «Team» beinhaltet Elemente wie Chats, Newsfeeds und Gruppen, wird fester Bestandteil vom Office-365-Paket für Unternehmen und soll individuell konfigurierbar sein. Die Chats lassen sich durchsuchen, archivieren und mit zusätzlichen Daten anreichern. Die Möglichkeiten der Zusammenarbeit sind teamübergreifend. In den Chats lassen sich Videos oder Grafiken einbinden oder Video-Chats mit Mitarbeitern starten. Sämtliche Beiträge innerhalb eines Teams sind – je nach Einstellung -  für alle einsehbar, es gibt aber auch die Möglichkeit, sich privat zu unterhalten. Entwicklern will Microsoft über die Zeit der Preview-Phase die Möglichkeit geben, weitere Werkzeuge in die Software zu integrieren. Auch als App für Android, iOS und natürlich Windows Phone wird «Team» verfügbar gemacht. Der Start soll im ersten Quartal 2017 erfolgen.

Mit dem Messaging-Dienst macht Microsoft unter anderem Slack Konkurrenz. Das 2009 gegründete Unternehmen bietet ein Kommunikations-Tool für den Arbeitsplatz an und ist besonders in den USA sehr weit verbreitet. Ursprünglich plante Microsoft deshalb, Slack zu übernehmen. Die verlangten dieses Frühjahr allerdings rund acht Milliarden Dollar, was den Redmondern zu teuer war. Also entschloss man sich, etwas Eigenes zu entwickeln.

Kein Wunder, ist man bei Slack nicht besonders erfreut über die Entwicklung. Vor der «Team»-Präsentation schoss Slack mit einer ganzseitigen Anzeige in der «New York Times» gegen Microsoft. Man sei «aufgeregt, etwas Konkurrenz zu erhalten.» Allerdings bezweifle man, dass Microsoft-Nutzer etwas lieben könnten, «das nichts anderes sei als eine Slack-Kopie».

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