Microsoft beim Schweizer Bauern

Der Landwirtschaftsbetrieb Jucker Farm bezieht Produktivitätsanwendungen neu aus der Microsoft-Cloud. Vision-Inside hat das Unternehmen auf Office 365 migriert.

» Von Mark Schröder , 29.05.2015 13:50.

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Die Schweizer Landwirtschaft gilt als zurückhaltend bei IT-Investitionen. Das belegt alljährlich die «Swiss IT»-Studie von IDC und Computerworld. Die Branche rangiert bei den Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologie regelmässig auf dem letzten Platz. Die Betriebe nutzen Computer allenfalls für die Buchführung und die Kommunikation. Dafür genügen oftmals einzelne Rechner oder kleine Client-Server-Installationen. Das war nicht anders, als der Seegräbener Bauernhof Jucker im Jahr 1995 seinen ersten Computer zusammenbaute, berichtete Martin Jucker, heute Mitglied der Geschäftsleitung von Jucker Farm, an einem Anlass von Microsoft Schweiz.

Der gelernte Obstbauer expandierte seinen Betrieb im Jahr 2000 stark. Damit wuchsen auch die Anforderungen an die Informatik. Von Compaq wurde eine Infrastruktur mit Servern und Desktops, Laptops sowie iPaq-Handhelds installiert. So konnten die Firmenaktivitäten verwaltet und die internationale Expansion unter anderem ins süddeutsche Ludwigsburg – gesteuert werden. Im Zuge einer IT-Erneuerung führte Jucker Farm Ende der 2000-er Jahre Windows Terminal Server ein, mit dem auch aus der Entfernung gearbeitet werden konnte. «Mit Terminal Server blieben wir auf das Arbeiten an Desktops und Laptops beschränkt», erklärte Jucker. Die Buchhaltung, Kommunikation und Steuerung war noch immer eher stationär.

Gewohnheit und Mobilität

Gemeinsam mit dem Wetzikoner Dienstleistungsunternehmen Vision-Inside startete Jucker Farm im vergangenen Jahr die Migration auf Office 365. Die Cloud-Lösung wählte Jucker, um seine Informatik flexibel skalieren und jederzeit nutzen zu können. Wie der Mitgründer sagte, variiert die Mitarbeiterzahl je nach Saison zwischen 150 und 300. Alle Angestellten sollen erreichbar sein und müssen jederzeit sowie überall arbeiten können. In der Administration für die Geschäftsbereiche Landwirtschaft, Ausstellung, Erlebnisbauernhof, Firmenevents, Gastronomie und Verkauf haben rund 50 die Office-Anwendungen rund um die Uhr in Betrieb.

Die Wahl von Office 365 bei Jucker Farm hatte pragmatische Gründe. Die permanenten und temporären Mitarbeiter kannten sich mit der Bedienung der Produktivitäts-Software aus. «Microsoft Office hat jedermann in der Ausbildung gelernt und kann mit den Programmen ohne Schulung arbeiten», sagte Jucker an dem Anlass. Das gelte auch für Skype for Business, das neu Desktop-Sharing, Gruppen-Chats und firmeninterne Webinare zum Einsatz kommt. Ob bei dem geplanten e-Commerce-Projekt von Jucker Farm ebenfalls eine Microsoft-Technologie verwendet wird, verriet Jucker nicht.

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KOMMENTARE

Dr. Feelgood: 01-06-15 15:43

Albert Einstein:

Es gibt zwei Dinge die unendlich sind: Das Universum und die Dummheit der Menschen.
Beim Ersten bin ich mir allerdings nicht ganz sicher.

Oder anders gesagt:

Hätte Er mal besser bei seinen Kürbisen bleiben sollen.

morat ademi: 31-05-15 21:30

@Dr. Feelgood, das sehe ich auch so.
Wie naiv sind denn die Leute bloss.

Nach den ganzen Aufdeckungen müsste man Konsequenterweise Microsoft, Cloud und Office 365 meiden.

Microsoft arbeitet eng mit der NSA zusammen.

Dr. Feelgood: 29-05-15 14:44

Schön für Jucker Farm, jetzt liegen die ganzen Landwirtschaftsdaten bei Monsanto und der NSA.

Und dann auch noch Skype, super, da kann der NSA gleich im Klartekt mithören.

Kopfschüttel in der Post Snowden Ära

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