Business Analytics in Schweizer Firmen

Für Lieferanten-Benchmarks, für Kundenbefragungen und für das Auswerten von Touristen-Strömen nutzen Firmen heute Business Analytics. Die Software kommt häufig aus der Cloud.

  

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» Von Mark Schröder , 08.11.2011 09:40.

Fast in Echtzeit treffen die Mitarbeiter der Credit-Suisse-Tochter Wincasa heute Entscheidungen über die weitere Zusammenarbeit mit Lieferanten. Das Immobilienunternehmen hat dafür eine Online-Qualitätssicherung konzipiert und zusammen mit der Zürcher Software-Firma Dynelytics realisiert. Mithilfe des Fragebogens werden die Mitarbeiter kontinuierlich angehalten, ihre Lieferanten aus den Bereichen Bodenleger und Maler, Aufzugswartung sowie Haushaltsgeräte zu bewerten. Die Urteile der Wincasa-Angestellten – zu Kompetenz, Flexibilität, Umgangsformen oder der Rechnungsstellung – wertet die Online-Lösung sofort aus und schlägt Massnahmen vor. Die Vorschläge reichen von der Fortsetzung der Partnerschaft bis hin zur kritischen Prüfung der künftigen Zusammenarbeit.

Laut Simon Birnstiel von Dynelytics konnte das Online-Bewertungstool innert weniger Wochen realisiert werden. Die Lösung basiert auf Standard-Software, die sich sowohl lokal im Intranet des Unternehmens als auch als Software as a Service beziehen lässt.

100 Präsentationen für Manor

Manors Restaurantchefs lesen im Diagramm ab, was sich die Kunden wünschen
Manors Restaurantchefs lesen im Diagramm ab, was sich die Kunden wünschen
Diese Wahl hatte auch die Warenhauskette Manor, die sich für eine Intranet-Installation entschied. Die Lösung dient dem automatischen Auswerten von Kundenbefragungen. Dafür interviewen Mitarbeiter in 40 Häusern alle zwei Jahre insgesamt circa 12'000 Kunden über die Angebote und Leistungen der Abteilungen Food, Non-Food sowie Restaurant. Angestellte in der Manor-Zentrale müssen hinterher die Daten aufbereiten und Präsentationen für sämtliche Niederlassungen sowie Abteilungsleiter generieren. Dafür waren bisher tausende gleichartige Abläufe und Bedienschritte notwendig.

Heute erledigt die Statistik-Software SPSS und das Open-Source-Framework «Birt» (Business Intelligence and Reporting Tools) die Auswertung sowie das Reporting. Nach Abschluss der Kundeninterviews werden die Antworten eingelesen und auf Knopfdruck alle Auswertungen für die 40 Häuser sowie die jeweiligen Abteilungsleiter erstellt. Dabei wurden gemäss Dynelytics-Spezialist Philipp Luthiger auch Vorgaben des Konzerns hinsichtlich Corporate Branding berücksichtigt. Etwa sind in die Ergebnispräsentationen das Firmenlogo eingebunden und es werden Vorgaben zur Platzierung der Grafiken berücksichtigt.

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