Apple ermittelt wegen kostenloser In-App-Käufe

Apple will der Schwachstelle, die Gratis-In-App-Käufe im App Store ermöglicht, auf den Grund gehen.

Mit einer einfach Methode können sich Apple-Benutzer gratis eigentlich kostenpflichtige App-Erweiterungen besorgen.Mit einer einfach Methode können sich iOS-Benutzer gratis eigentlich kostenpflichtige App-Erweiterungen besorgen.

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» Von idg , 16.07.2012 11:06.

Gestern veröffentlichte der russische Hacker Alexey Borodin eine Methode, die es iOS-Besitzern ermöglicht, sich In-App-Käufe kostenlos zu erschleichen. Heute bezog Apple Stellung und bestätigte, dass man den Sachverhalt sehr ernst nehme und derzeit nach der Schwachstelle suche.

Weiterhin erwies sich die Mutmassung, dass Entwickler ihre Apps mit Hilfe von Kaufbestätigungen vor den Betrugsversuchen schützen könnten, als falsch. Borodin habe eigenen Aussagen zufolge mehrere hundert Dollar in In-App-Käufe investiert, um eine entsprechende Bestätigung zu generieren, für die vom Konto des Käufers schliesslich kein Geld abgebucht wird. Laut dem Hacker gebe es aktuell keine Möglichkeit für iOS-Entwickler, ihre Apps vor dem Kauf-Trick zu schützen.

Noch eine Schwachstelle gefunden

Die Schwachstelle, die derartige Betrügereien zulässt ist Apples Art und Weise, mit der Käufe im App Store authentifiziert werden. Entsprechende Käufe sind weder an einen bestimmten Benutzer, noch an ein Gerät gebunden. So ist es Borodin gelungen, ein und die selbe Kauf-Bestätigung immer wieder nutzen zu können.

Ganz nebenbei hat der russische Hacker auch noch ein weiteres Sicherheitsproblem bei Apple aufgedeckt. So würden die Apple-IDs und die Passwörter von iOS-Nutzern bei einem Kauf in reinem Text an das US-Unternehmen übermittelt. Die Kreditkarten-Daten seien davon jedoch nicht betroffen, so Borodin. Es bleibt abzuwarten, wie und wann Apple sein Problem mit illegalen In-App-Diebstählen lösen wird.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: So werden In-App-Käufe gratis

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