Neue Phishing-Masche: Hacker geben sich als Schweizer Beamte aus

Beim Versuch, ihren Opfern Malware unterzujubeln, greifen Cyber-Kriminelle zu immer perfideren Tricks. Neuerdings geben sie sich als Schweizer Firmen und Bundesämter aus. Melani gibt Tipps, wie sich Privatpersonen und betroffene Unternehmen verhalten sollten.

» Von Luca Perler , 04.05.2017 15:00.

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Phishing-Mails, die als Absender Schweizer Firmen und Behörden missbrauchen, haben im Moment gerade Hochkonjunktur. Das schreibt die Melde- und Analysestelle für Informationssicherheit (Melani) auf ihrer Webseite. Eine E-Mail, die angeblich von der Eidgenössischen Steuerverwaltung stammt, machte laut Melani jüngst die Runde. Die Betrüger nahmen dabei Bezug auf eine fiktive Steuerrückerstattung und forderten die Empfänger zum Ausfüllen eines angehängten Dokuments auf. Beim Öffnen der Datei installierte sich darauf automatisch die Schadsoftware – sowohl auf Mac, als auch auf Windows-Rechnern. Eine Steuerrückerstattung gab es selbstverständlich nicht.

Im Februar geisterte eine Mail – auf den ersten Blick von der Swisscom – herum, bei der Cyber-Kriminelle eine ähnliche Taktik anwendeten. Die gefälschte Rechnung war mit dem Button «Rechnung einsehen» versehen, der auf eine präparierte Webseite verwies. Auf dieser wurden die Opfer anschliessend mit Malware infiziert.

Gemäss Melani werden auch Einladungen zu Gerichtsverhandlungen oder Nachrichten der Kantonspolizei als Tarnung verwendet. «Ziel der Angreifer ist es, den Benutzer zu überrumpeln, seine Neugier zu wecken oder ihm Angst zu machen, um ihn dann zu einer unbedachten Aktion zu verleiten», so die Bundesstelle.

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