IoT könnte Atomkraftwerke gefährden

Könnten Geräte des Internet der Dinge die Sicherheit der Schweizer Atomkraftwerke gefährden? Durchaus möglich, meinen Experten. Allerdings stellten frustrierte oder bedrohte IT-Mitarbeiter das grössere Risiko dar.

» Von Manuela Schnyder, sda, 24.07.2017 14:35.

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Industriespionage, Erpressung oder Sabotage: Atomkraftwerke geraten immer wieder ins Visier von Hackern. Die Schutzvorkehrungen in Schweizer Atomkraftwerken sind gut. Doch ein Risiko steckt im Personal.

Es gebe immer wieder frustrierte IT-Mitarbeitende, die für Cyber-Angriffe verantwortlich gemacht werden, sagte Max Klaus. Klaus ist stellvertretender Leiter der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani).

Das gelte für alle Branchen, nicht nur für die Stromversorgung. So habe beispielsweise ein Mitarbeiter einer Kläranlage in Neuseeland vor Jahren die Schleusen über einen Remote-Zugriff geöffnet und die halbe Stadt mit Fäkalien geflutet.

Auch der Salzburger Terrorexperte Friedrich Steinhäusler, der im Rahmen eines Workshops des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) verschiedene Fragestellungen in diesem Kontext analysiert hat, sieht im Personal ein Gefahrenpotenzial.

So sei ein einzelner Angestellter in der Lage, absichtlich oder unter äusserem Druck - wie etwa durch die Bedrohung von Familienangehörigen - einen Angriff auf ein Kernkraftwerk durchzuführen.

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KOMMENTARE

Claire Regensburger: 26-07-17 10:44

Ich schreibe für jene, die auch nicht wissen, wie alles funktioniert. Und die, wie ich, nicht verstehen, warum man immer wieder Angst machen muss, einfach so.
Gerade bei den Atomfragen ist das einfach. Wir können sie nicht beantworten und nicht "entschärfen". Also müssten die Angst machenden Artikel mindestens stichhaltig sein. Die Welt ist voller Angst, da muss man nicht noch neue erzeugen, die nicht einmal begründet und bewiesen ist.
Ist es denn so lustig, zu sehen, wie Menschen sich so sehr ängstigen?

Reiner Szepan: 25-07-17 12:25

Oh ihr selbsternannten Experten! Das Reaktorschutzsystem ist selbst in russischen Kern-Kraftwerken festverdrahtet, so dass Sabotage ausgeschlossen ist!

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