Geheimdienste fordern Zugang zu WhatsApp

Nach dem Terroranschlag in London wird erneut über die Verschlüsselung von Kurznachrichten diskutiert. Die Briten wollen Einsicht.

» Von sda/fby, 27.03.2017 15:48.

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Nach dem Anschlag von London mit fünf Toten und etwa 50 Verletzten ist in Grossbritannien eine Debatte über die Verschlüsselung von Kurznachrichten entbrannt. Anlass sind Medienberichte, die nahelegen, dass der Attentäter Khalid Masood kurz vor dem Anschlag noch den Kurznachrichtendienst WhatsApp nutzte. Die britische Innenministerin Amber Rudd forderte am Sonntag WhatsApp und andere Social-Media-Unternehmen auf, Sicherheitsbehörden Zugang zu verschlüsselten Nachrichten zu gewähren.

«In dieser Situation müssen wir sicherstellen, dass unsere Geheimdienste Zugang zu verschlüsselten WhatsApp-Nachrichten haben», sagte Rudd. Sie kündigte an, in der kommenden Woche auf eine Reihe von Firmen mit Vorschlägen für eine Zusammenarbeit zuzugehen.

Die Polizei wollte sich zu möglichen WhatsApp-Chats Masoods nicht äussern. «Es handelt sich um pure Spekulation durch die Medien», sagte ein Scotland-Yard-Sprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Erst am Samstag hatten die Behörden eingestanden, dass möglicherweise nie geklärt werden kann, was Masood zu seiner Tat trieb. «Wir müssen alle die Möglichkeit akzeptieren, dass wir nie verstehen werden, warum er das getan hat. Dieses Wissen könnte mit ihm gestorben sein», hiess es in einer Mitteilung.

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