Fedpol beteiligt sich an Kampagne gegen «Sextortion»

Eine neue Bekanntschaft über das Internet kennenzulernen, ist heute keine Seltenheit mehr. Das wissen auch Cyberkriminelle und Pädokriminelle und machen sich das zu nutze, warnt Fedpol und beteilgt sich an einer Europol-Kampagne.

» Von Jens Stark , 19.06.2017 14:26.

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Cyberkriminelle geben sich als vermeintliche neue Bekanntschaft aus, um an Geld oder andere Gefälligkeiten zu gelangen. Die häufig organisierte Täterschaft nimmt über das soziale Netzwerke oder Datingplattformen Kontakt auf und zeigt vermeintliches Interesse am Opfer und fordert intime Bilder oder Videos. Einmal geschickt, kommt prompt die Erpressung: Wenn nicht gezahlt werde, lande das Material bei den Bekannten oder Arbeitgebern.

Der Ausdruck «Sextortion» setzt sich zusammen aus dem Wort «Sex» und das englische Wort für Erpressung «extortion». Die Erpressung mit intimen Bildern ist auch in der Schweiz keine Seltenheit: 161 Meldungen erhielt die Bundespolizei Fedpol im vergangenen Jahr von Opfern von Sextortion. Die Dunkelziffer dürfte bei diesem Delikt jedoch viel höher liegen, weil sich viele Opfer schämen, die Erpressung zu melden.

Um auf das Thema und die Problematik aufmerksam zu machen, hat die europäische Polizeibehörde Europol heute einen Videofilm veröffentlicht, der eindrücklich zeigt, wie die Täter in zwei unterschiedlichen Fällen zunächst Vertrauen aufbauen und schliesslich die Opfer mit ihren intimen Bildern schamlos erpressen und bedrohen.

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