Digitale Privatsphäre bei der Reise in die USA

Die US-Bürgerrechtsorganisation EFF hat ein Handbuch zum Verhalten bei der Einreise in die USA veröffentlicht. Grenzbeamte könnten nämlich Laptops, Tablets und Smartphones von Reisenden durchsuchen.

» Von Luca Perler , 15.03.2017 11:27.

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Kontrollen an der US-amerikanischen Grenze werden zunehmend strenger. Erst im Februar sagte Heimatschutzminister John Kelly, dass Reisende künftig ihre Passwörter für soziale Netzwerke an Grenzbeamte abgeben müssten – vor allem, wenn sie aus den sieben muslimischen Ländern stammten, gegen die damals ein Einreisestopp verhängt wurde. Das Durchsuchen von Smartphones, Tablets und Laptops ist aber jetzt schon an der Tagesordnung: Seit 2015 habe sich die Zahl von Durchsuchungen elektronischer Geräte verfünffacht, schreibt die amerikanische Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) in einem 50 Seiten starken Handbuch. Insgesamt habe die amerikanische Regierung 2016 an der Grenze knapp 24'000 Geräte überprüft.

Zusatzrechte für Grenzbeamte

«In Bezug auf das Herumschnüffeln in privaten Daten schränkt die amerikanische Verfassung die Freiheit der Regierung zwar ein, an der Grenze herrschen jedoch andere Verhältnisse», schreiben die Autoren, die sich aus Analysten und Anwälten zusammensetzen. Konkret heisst das für Reisende: US-Grenzbeamte dürfen den Inhalt von portablen Geräten eingehend untersuchen und sich damit unter anderem Zugang zur Cloud beschaffen, um Unterhaltungen, Postings auf sozialen Medien und E-Commerce-Aktivitäten einzusehen.

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