Tesla-Chef warnt vor KI

Tesla-Chef Elon Musk ist für markante Äusserungen bekannt. Bei einem Auftritt vor US-Gouverneuren warnte der Milliardär erneut plakativ vor den Risiken künstlicher Intelligenz.

» Von SDA , 18.07.2017 08:11.

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Der Elektroauto-Hersteller Tesla plant für die kommenden Jahre zwei bis drei weitere grosse Fabriken allein in den USA. Tesla-Chef Elon Musk machte die Ankündigung am Wochenende bei einem Auftritt vor US-Gouverneuren - von denen viele interessiert daran sein dürften, dass die Werke in ihren Bundesstaaten entstehen.

Musk nutzte den Auftritt vor den Gouverneuren aber auch, um erneut vor den Gefahren einer ungezügelten Entwicklung in Sachen künstlicher Intelligenz zu warnen. Er wiederholte seine Mahnung, dass dies das «grösste Risiko für unsere Zivilisation sei».

So könne eine in Netzwerken existierende künstliche Intelligenz zum Beispiel einen Krieg starten: «Durch Fake News, gefälschte E-Mail-Konten, falsche Pressemitteilungen und die Manipulation von Informationen.» Oder sie könne ein Passagierflugzeug in ein Konfliktgebiet umleiten und Truppen am Boden einen Hinweis zu einem Angriff geben.

Die Motivation dafür könne etwas so banales wie Aktienprofite sein mit einer Kurswette auf Rüstungsfirmen und gegen Konsumgüter-Hersteller. Deswegen seien Gesetze nötig, mit denen die Entwicklung künstlicher Intelligenz reguliert werde, bekräftigte Musk.

Der Tesla-Chef sprach zudem über die Gefahr von Hacker-Angriffen auf vernetzte und selbstfahrende Fahrzeuge. Dabei könne eine Sicherheitslücke in der kompletten Flotte eines Herstellers besonders brisant sein: «Wenn ein Hacker in der Lage wäre, alle autonomen Teslas zu hacken, könnte er die Autos zum Beispiel - als Scherz - alle quer durch die USA nach Rhode Island schicken. Das wäre das Ende von Tesla - und man hätte eine Menge saurer Leute in Rhode Island.»

Tesla baue deshalb mehrere Schutzwälle gegen Attacken auf. So hätten Systeme wie Antrieb und Bremsen eigene Verschlüsselungsebenen.

 

 

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