ICT-Security-Experten braucht das Land – und bekommt sie demnächst hoffentlich auch

Mit bundesrätlicher Beteiligung ist in Bern ein neues Berufsbild aus der Taufe gehoben worden: der ICT Security Expert.

» Von Jens Stark , 24.08.2017 09:56.

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Beinahe täglich kommen Vorfälle von Hacker- und Cyberangriffen ans Tageslicht. Die Attacken werden dabei immer ausgefeilter und betreffen zunehmend auch kritische Infrastrukturen. Um diese künftig zu schützen, braucht es Experten, die nicht nur die Gefahren verhindern und abwehren, sondern auch während eines Angriffs richtig handeln können.

Der neue Weiterbildungsgang zum «ICT Security Expert» von ICT Berufsbildung Schweiz soll diese kompetenten und auch kommunikativen White Hats hervorbringen. Bereits im August 2018 soll erstmals die höhere Fachprüfung zum eidgenössischen Diplom «ICT Security Expert» stattfinden.

Höchste Zeit also, das neue Berufsbild an einem Lancierungsanlass in Bern offiziell aus der Taufe zu heben. Kein Geringerer als Bundesrat und «Bildungsminister» Johann Schneider-Ammann half mit Kräften dabei. Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) betonte in seinen Ausführungen die Bedeutung der bevorstehenden Digitalisierung der Wirtschaft, die er hauptsächlich als Chance sieht. Ziel müsse es sein, «trotz oder sogar wegen der anstehenden Digitalisierungswelle Vollbeschäftigung auf Dauer zu gewährleisten», so Schneider-Ammann.

Hierzu braucht es gemäss dem Bundesrat drei wesentliche Voraussetzungen. Neben offenen Märkten und Freihandelsabkommen sowie einem liberalen Arbeitsmarkt, seien Investitionen in die Bildung, insbesondere auch ins duale Bildungssystem der Schweiz notwendig. «Wenn wir dank dieser Massnahmen im Zuge der Digitalisierung besser beschäftigt bleiben als unsere Konkurrenten, dann haben wir die Hausaufgaben gemacht», sagte Schneider-Ammann.

Die Schweiz sei Innovationsweltmeister und wolle dies auch bleiben. Der ICT Security Expert sei Teil dieses Anspruchs. Gerade die Attacken rund um die Ransomware Wannacry der letzten Zeit, bei der in Grossbritannien ganze Spitäler lahmgelegt wurden, seien Warnung genug. «So weit dürfen wir es bei uns nicht kommen lassen», meint Schneider-Ammann und fügt an: «Wir müssen also auf der Hut sein und bleiben. Der Expert ist gefragt».

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