Economiesuisse fordert mehr Offenheit bei der Digitalisierung

Economiesuisse befürchtet, dass in der Schweiz zu viele Regulierungen den Erfolg der Digitalisierung behindern könnten.

» Von sda, 22.08.2017 15:12.

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Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse warnt davor, mit «Regulierungsrezepten von gestern» auf die Digitalisierung zu reagieren. Statt neue Konkurrenten wie Uber oder Airbnb zu bestrafen, solle die Politik lieber bisherigen Anbietern mehr Freiheiten geben.

Die Angst vor der Digitalisierung brachte in den vergangenen Monaten eine ganze Liste von Forderungen und Massnahmen aufs Tapet: eine Strafsteuer für Selfscanning-Kassen, eine Internet-Sperre für ausländische Online-Casinos, ein Verbot, nach 19 Uhr noch Geschäftsmails zu verschicken oder eine Steuer auf Roboter.

Economiesuisse äusserte an einer Medienkonferenz vom Dienstag in Zürich gewisses Verständnis für solche Reaktionen. Es gehe darum, bisherige Geschäftsmodelle zu erhalten oder sich vor Veränderungen zu schützen. Diese Lösungsansätze seien jedoch alles «Regulierungsrezepte von gestern», sagte Chefökonom Rudolf Minsch.

Gesetze kommen immer zu spät

Ängsten dürfe nicht mit Protektionismus begegnet werden. Im konkreten Fall des Taxigewerbes bedeutet dies für Economiesuisse: Bevor der Staat Uber verbietet, soll er lieber den Taxis mehr Freiheit geben - nach dem Motto «Gleich lange Spiesse für alle».

Bisherige Geschäftsmodelle mit neuen Regulierungen zu schützen, funktioniere aber auch aus einem anderen Grund nicht: Neue Regulierungen würden den Entwicklungen immer hinterherhinken. «In der digitalen Welt gilt dies noch viel stärker.» Sie würden deshalb oft zu spät kommen oder gar Schaden anrichten.

Es sei auch nicht sinnvoll, von Detailfrage zu Detailfrage zu hetzen. Sonst fixiere sich das Land zu sehr auf einzelne Probleme und verliere den Blick für das Ganze, sagte Minsch weiter.

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