Wie der Mensch der KI vertrauen kann

Ohne künstliche Intelligenz bleibe die digitale Transformation in den Kinderschuhen stecken. Davon ist Thomas Landolt überzeugt, Geschäftsführer von IBM Schweiz. Doch die Furcht vor der ausser Kontrolle geratenen Maschine schreckt einige Anwender ab. Weshalb Menschen lernenden Algorithmen vertrauen können, erklärten Experten von IBM am alljährlichen Medienroundtable des Herstellers.

» Von George Sarpong, 06.09.2017 13:20.

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IBM sieht sich als Cognitive Solution und Cloud Company. Das Unternehmen, das einst dem PC den Weg in die Büros ebnete, konzentriert sich heute auf Daten und Software. Insbesondere auf lernende Algorithmen. Diese seien für die digitale Transformation wichtig, sagte Thomas Landolt, Vorsitzender der Geschäftsleitung von IBM Schweiz, anlässlich der IBM Mediengespräche 2017 in Oerlikon.

Die digitale Transformation sei ein Sturm, in dessen Mitte IBM stehe, erklärte Landolt. Dieser Sturm werde von verschiedenen Kräften angetrieben: Hohe Bandbreiten und die allgemeine Verfügbarkeit von Internetverbindungen sowie immer mehr Sensoren und Geräte, die ins Web eingebunden werden. Hinzu kämen neue technische Ansätze, wie das Cloud Computing, das Internet of Things oder Lösungen rund um die Blockchain. Stets entstehen dabei Daten, was die Datenberge von Unternehmen wachsen lässt. Landolt sprach gar von einer Datenexplosion. Für Unternehmen gehe es darum, aus all den Daten Wertschöpfung zu generieren. «Die Digitalisierung kommt erst so richtig in Fahrt, wenn man mit den Daten sinnvolle Dinge erschaffen kann», sagte Landolt.

Künstliche Intelligenz befeuert Digitalisierung

Daten lägen aber meist unstrukturiert vor. Künftig sollen daher lernende Algorithmen helfen, Daten zu analysieren, wertvolle Informationen zu erkennen und aufzubereiten. Cognitive Computing sei das Schlüsselthema, wenn man über Digitalisierung rede, betonte Landolt. «Ohne Cognitive Computing steckt die Digitalisierung in den Kinderschuhen.»

Durch Cognitive Computing verändere sich die Art, wie mit Computern gearbeitet werde. Doch nicht nur das, auch die Berufe würden sich ändern. Landolt nannte als Beispiel Ärzte, die mit Hilfe intelligenter Rechner Patienten betreuen. Systeme wie Watson können sich bereits heute grosse Mengen medizinischer Fachartikel analysieren und Medizinern Tipps für die Behandlung geben. Dies sei ein gutes Beispiel dafür, wie kognitive Systeme Anwender unterstützen könnten.

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