Swissports Christoph Kleinsorg ist CIO des Jahres

» Von Mark Schröder , 27.09.2017 09:00.

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Das Beratungsunternehmen Gartner verdient wie alle anderen Consulting-Firmen viel Geld mit der Begleitung von Informatikprojekten. Dabei lernen die Analysten verschiedene Typen von CIOs kennen. Wie Markus Tresch, Senior Executive Partner bei Gartner, sagte, dominierten heute der transaktionale CIO und der partnerschaftliche CIO. Der erstgenannte Typ hat unternehmensintern die Rolle eines Lieferanten. Er berichtet oftmals nur an ein Mitglied der Geschäftsleitung – anstatt mit den Managern auf Augenhöhe zu diskutieren. Tresch hielt diese Rolle für ein Auslaufmodell. Der partnerschaftliche CIO ist zwar ebenfalls Technik-Spezialist, aber zugleich auch Business Enabler. Er sitzt häufig in der Geschäftsleitung. Auch für diesen Typus sah der Experte noch Entwicklungspotenzial.

Idealtypus Digital CIO

Sowohl der transaktionale als auch der partnerschaftliche CIO müssen sich nach Ansicht von Tresch wandeln. Ihr Ziel: der Digital CIO. In dieser Rolle ist der IT-Chef Business Leader mit direktem Einfluss auf das Geschäft. Ausserdem ist er ein wichtiger Teil des CxO-Boards, auf dessen Stimme die gesamte Geschäftsleitung hört. Den Digital CIO (von morgen) zeichnen in der Beschreibung von Tresch unter anderem folgende weitere Charakteristika aus: 

  • kooperiert mit Start-ups und KMU
  • räumt dem ERP keine Top-Priorität ein
  • führt eine «bimodale» IT
  • erkennt Mangel bei Analytik und BI und behebt sie
  • sieht Notwendigkeit der Investition in Talente
  • investiert 30 Tage pro Jahr in persönliche Weiterbildung
  • hat mehrere Hüte auf: Techniker, Analytiker, Geschäftsmann

Den Teilnehmern am Zürcher «Swiss CIO & IT-Manager Summit» riet Tresch, sich besser bald mit der neuen Rolle zu beschäftigen. Sie sollten gleich morgen starten. Dafür sei eine Bestandsaufnahme unabdingbar. Die IT-Leiter müssten ihre aktuelle CIO-Rolle prüfen und die fehlenden Kompetenzen für einen Digital CIO identifizieren. Zum Beispiel bietet es sich an, die Agenda der vergangenen drei Wochen auf den Anteil interner Aktivitäten und operational geprägter Tätigkeiten zu kontrollieren – und so den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln.

Bis Ende Jahr könnten die CIOs dann den Wandel initiieren, sagte Tresch. Dafür sollten sie einen Tag pro Monat ausschliesslich für digitale Aktivitäten reservieren. Pro Monat müsste bestenfalls ein Tag zusätzlich investiert werden – im Dezember dann also drei. Um einen Blindflug zu vermeiden, sei es ausserdem wichtig, die Managementkollegen und Partner um Rückmeldung über ihre aktuelle Wahrnehmung der CIO-Rolle zu bitten. Schliesslich schlug der Gartner-Experte vor, dass die Teilnehmer aktiv nach Möglichkeiten suchen, um ihre jeweiligen Unternehmen in die digitale Zukunft zu führen.

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