Bei SAS Schweiz gehorchen Daten aufs Wort

» Von Mark Schröder , 19.05.2017 10:30.

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Helsana entschied sich vor zwei Jahren für eine Kompletterneuerung seines Data Warehouse. Bis dahin waren unter anderem Microsoft Access, R Server, SAS Data Miner und SPSS für die Analyse von Geschäftsvorfällen im Einsatz, sagte Bernhard Brabec, Head of Customer Analytics bei Helsana. Die Anwendungen krankten allerdings an teils manuellen Schnittstellen mit der Notwendigkeit, Daten via Excel-Tabelle oder Text-File austauschen zu müssen. Diesen Missstand haben Brabec und seine Kollegen durch die Installation von SAS-Programmen beseitigt.

Die Analytik-Anwendungen kommen bei Helsana heute in diversen Fachabteilungen zum Einsatz, sagte der Head of Business Intelligence, Markus Grob. Unter anderem würden die Tools für das Kunden-Management verwendet. Mithilfe von statistischen Methoden wie der linearen Regression kann der Wert einer Kundenbeziehung ermittelt werden. Die Verweildauer (Kunde tritt nach einem Jahr nicht wieder aus) lässt sich mit einer Überlebensanalyse (Kaplan-Meier-Schätzung) bestimmen. Und die Churn-Modellierung mit Entscheidungsbäumen und logistischer Regression ermittelt die Wechselwahrscheinlichkeit von Krankenversicherten, sagte Grob.

Millionen-Projekt der Baloise Group

Noch nicht ganz so weit fortgeschritten mit der Erneuerung des Data Warehouses ist die Baloise Group. Die bisherigen Systeme waren 1996 installiert worden und bestehen aus diversen Insellösungen, sagte Gesamtprojektleiter EDWH Christoph Geering. Die verteilten Installationen bedeuteten hohen Betriebsaufwand und seien fehleranfällig. Der Konzern entschied sich vor gut zwei Jahren für eine Erneuerung. Bis 2021 sollen alle bisherigen Insellösungen in einem zentralen Data Warehouse zusammengeführt werden. Daran arbeiten heute 20 Kollegen. Das Projekt ist mit rund 40 Millionen Franken budgetiert, sagte Geering.

Die neue Installation basiert auf Red Hat Linux als Betriebssystem, DB2 Blu als Datenbank, SAS Grid Manager und als Frontend SAS Visual Analytics. Mit den Komponenten soll das Data Warehouse für zukünftige Anforderungen gerüstet sein, insbesondere für höhere Geschwindigkeit, mehr Varianz in den Daten und höhere Volumen. Die Kollegen profitieren bereits von der neuen Technologie, sagte Daniel Meier. Der Projektleiter Fachbereich bei der Baloise Group hat im April letzten Jahres einen ersten Release bei der Kfz-Versicherung ausgerollt. Seitdem habe es sechs weitere Releases gegeben, alle im Sachversicherungsgeschäft. Die optimierte Infrastruktur zeigt sich an der Kundenfront in neuen Produkten. Innerhalb eines Jahres hat Baloise Group hat Versicherungen für unter andere Armbanduhren und gegen Cybercrime-Schäden lanciert.

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