WhatsApp-Konkurrent mit Selbstzerstörungsfunktion

Der Krypto-Messenger Signal erhält jetzt eine neue Timer-Funktion, die für noch mehr Sicherheit sorgen soll. Mit ihr lassen sich Nachrichten mit einem Verfallsdatum versehen. Nach Ablauf der gesetzten Frist verschwinden die Chats dann automatisch.

» Von , 17.10.2016 09:51.

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Signal-Nutzer können Nachrichten ab sofort automatisch aus Unterhaltungen mit dem Smartphone-Messenger verschwinden lassen. Die neue sogenannte Timer-Funktion lässt sich für jede beliebige Konversation aktivieren.

Fortan werden Nachrichten nach einer zuvor festgelegten Zeitspanne von fünf Sekunden bis zu einer Woche wieder aus der Unterhaltungsansicht gelöscht - sowohl beim Empfänger als auch beim Sender.

Die neue Funktion ist laut Entwickler Open Whisper Systems in erster Linie dafür gedacht, Unterhaltungen ordentlich und übersichtlich zu halten. Schliesslich sei es für Empfänger ein Leichtes, Screenshots von Nachrichten anzufertigen oder sie vom Smartphone-Display abzufotografieren.

Vereinfachte Verfizierung

Ausserdem lassen sich in der neuesten Signal-Version die kryptografischen Fingerabdrücke von Gesprächspartnern komfortabler überprüfen: Leicht ab- und vorlesbare sowie relativ kurze Zahlenfolgen lösen den zuvor genutzten, komplizierteren und längeren Hexadezimalcode ab. Anwender können aber nach wie vor auch QR-Codes benutzen, um ihr Gegenüber zu verifizieren.

Die für iOS und Android verfügbare Signal-App ist gratis, quelloffen, Ende-zu-Ende-verschlüsselt und auf den Datenschutz und die Privatsphäre der Nutzer ausgerichtet.

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KOMMENTARE

Robert Hauser: 17-10-16 17:38

Gemäss TechCrunch geht es nicht um Sicherheit, sondern um Ordnung. Soweit ich weiss, bietet auch Threema das Feature explizit nicht an, weil die Sicherheit damit gefährdet wird, da Nutzer ermutigt (oder quasi gezwungen) werden, Screenshots von Nachrichten zu erstellen (und diese in der Mediathek u.U. automatisch synchronisiert werden). Scheint eine Spielerei für "Mission Impossible"-Fans zu sein.

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