Swisscom droht Millionen-Busse

» Von SDA , 25.09.2017 06:54.

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Kontrolle wäre unverhältnismässig teuer

Grundsätzlich heisst es in einer offiziellen Swisscom-Stellungnahme, dass das Unternehmen im Geschäft mit Mehrwertdienstleistern nicht dem Geldwäschereigesetz unterstellt sei. Darüber hinaus sieht die Swisscom keine Verletzung der gesetzlichen Vorgaben.

Die Höhe der Busse beruht laut Swisscom auf falschen Umsatzzahlen. Und: «Die Höhe der Sanktion erscheint völlig unverhältnismässig und in keinem angemessenen Verhältnis zum potentiellen Geldwäschereirisiko der fraglichen Mikropayment-Geschäfte», heisst es in der Stellungnahme.

Zudem argumentiert die Swisscom, dass ein «Regulierungseingriff für die zur Diskussion stehenden Kleinstbeträge» völlig unverhältnismässig wäre, weil die Überwachung der entsprechenden Transaktionen «mit substanziellen Kostenfolgen» verbunden wäre.

Grundsätzlich möchte die Swisscom auf das Geschäft aber nicht verzichten. «Es besteht ein grosses Kundenbedürfnis nach Mehrwertdiensten», sagt eine Sprecherin. Als Beispiele von derartigen Diensten mit gesellschaftlichem Nutzen nennt sie beispielsweise den Bezug von Sportresultaten oder von Nachtzuschlägen für Billette des Zürcher Verkehrsverbundes.

Darüber hinaus verweist die Sprecherin auf Verbesserungen für den Bezug solcher Dienste. So sei es nicht mehr möglich, dass ein Kunde aus Versehen etwa ein Abo beziehe, sondern heute müsse jeweils gezielt ein Pin eingegeben werden. Das habe die Akzeptanz bei den Kunden erhöht.

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