Das Huawei Mate 10 Pro im ersten Test

» Von Simon Gröflin , 17.10.2017 14:30.

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Doppelauge mit künstlicher Intelligenz

Die Kamera wurde wieder in Kooperation mit Leica entwickelt und wartet mit einem 12-Mpx-Hauptsensor und einem 20-Mpx-Monochromsensor auf, die beide mit einer optischen Bildstabilisierung ausgerüstet sind. Beide Linsen trumpfen mit einer sehr lichtstarken ƒ/1.6-Blende. Natürlich gibt es hier keine Ausnahmen bei den wichtigsten Grund-Features der heutigen Zeit. So kann heute bald jedes aktuelle High-End-Smartphone mit schnellem Autofokus, 4K-Videoaufnahmen und Porträtfunktionen punkten. Wo will sich da Huawei von der Premium-Masse abheben?

Objekterkennung

Huawei steuert der Mate-10-Serie gleich das neuste Android 8.0 Oreo mit der eigenen Software-Zugabe EMUI bei. Bei der Software gab es auch sonst ein paar nennenswerte Überraschungen. Zusammen mit dem neuen Kirin-970-Prozessor, der auf künstliche Intelligenz getrimmt ist, will Huawei auch dem Google-Konzern das Wasser reichen. Dazu gehören nun wie bei Google Lens eine Reihe neuer Funktionen wie Bild- und Objekterkennung. In dem hauseigenen Prozessor steckt zusätzlich eine sogenannte Neural Processing Unit (Neurale Verarbeitungseinheit), die in diesem Bereich ihre Muskeln spielen lässt. Laut Huawei kann das Mate 10 Pro rund 30 Bilder in der Sekunde analysieren und bei Objekten wie Katzen und Esswaren aus zwölf verschiedenen Settings die optimale Belichtung und Farbgebung wählen. Wie gut das alles funktioniert, werden wir noch im ausführlichen Test beleuchten. Kurz: Low-Light-Aufnahmen gelingen mit dem Mate 10 Pro extrem gut. Unsere Ersteindrücke wollen wir Ihnen in der Bilderstrecke nicht vorenthalten.

Weitere Gemeinsamkeiten hat das neue Vorzeige-Smartphone mit der Konkurrenz beim IP67-Staub- und Wasserschutz. Damit positionieren sich die Chinesen zusammen mit den Koreanern gegenüber Apple und der restlichen Konkurrenz auf Augenhöhe. Der Arbeitsspeicher beträgt sechs Gigabyte. Der interne Speicher ist mit 128 GB ordentlich gross. Einen MicroSD-Slot gibt es aber hier nicht, wie man auch zum ersten Mal auf die Kopfhörerbuchse verzichtet. Dazu muss nun eine Bluetooth-Lösung oder ein USB-C-Adapter her (nicht enthalten).

Das Mate 10 Pro ist ab dem 20. November als Dual-SIM-Variante bei Swisscom und im Fachhandel ab 799 Franken erhältlich und kann bereits vorbestellt werden. Die «Porsche»-Design-Version gibt es ab dem 1. Dezember für 1499 Franken bei Digitec und Swisscom.

Fazit

Huawei bringt mit dem Mate 10 Pro ein erstaunliches Premium-Smartphone auf den Markt, das nur so vollgespickt ist mit vielen Features. Beeindruckend ist das Gesamtpaket aus Hardware, Verarbeitung und Kamera. Allerdings werden wir den vielen hoch angepriesenen KI-Funktionen noch auf den Zahn fühlen. Grosse Versprechungen macht Huawei auch mit softwareseitiger Akkuoptimierung bei dem grossen 4000-mAh-Akku mit der neuen SuperCharge-Technik. Ob das alles reicht, um irgendwann weltweit zur Nummer 2 im Smartphone-Markt aufzusteigen, muss sich noch zeigen.

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