Das erste 5G-Handy ist noch immer eine Tonne schwer

Swisscom treibt die Entwicklung von 5G massiv voran. Der Rekord liegt nun bei 20 Gbit/s. Computerworld war vor Ort bei Swisscom an der Zürcher Füsslistrasse.

» Von Simon Gröflin , 28.06.2017 15:10.

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Im Swisscom-Shop an der Zürcher Füsslistrasse testet Swisscom 5G-Geschwindigkeiten. Zum ersten Mal wurden zweimal 10 Gbit/s parallel in einer Funkzelle erreicht. Das ist der bisherige Rekord in der Schweiz. Das vorherige Spitzentempo lag bei 10 Gbit/s. Bis 5G massentauglich wird, dauert es aber noch bis mindestens 2020. Erst dann verabschiedet die Fernmeldeunion ITU die finalen Spezifikationen. In der Schweiz ist die Swisscom der einige Netzbetreiber, der dank seiner Unternehmensgrösse schon fleissig in die Mobilfunktechnologie investieren kann.

Speed-Upgrade für Schweizer Städte

«Kunden unter 26 Jahren generieren siebenmal mehr mobile Daten als die übrigen Swisscom-Kunden», sagt Heinz Herren, CIO und CTO bei Swisscom. Das Datenvolumen werde sich dabei etwa jedes Jahr verdoppeln. Vor allem die Videonutzung habe extrem zugenommen. Die hohe Geschwindigkeit von über 800 Mbit/s für Smartphones im Swisscom-Shop an der Füsslistrasse ist bereits möglich, weil vier verschiedene LTE-Frequenzen kombiniert werden. Der bisherige Rekord mit den zusätzlichen LTE-Bändern liegt bei 450 Mbit/s. Noch in diesem Jahr werden unter anderem Standorte in den Städten Zürich, Bern, Genf, Basel, Lugano, Lausanne, Chur, Sitten und Freiburg von höheren Speedraten profitieren.

Die Rede ist von den beiden stromsparenden Anschlusstechnologien Narrow-Band-IoT und LTE Cat-M1, welche im nächsten Jahr das bestehende «Low Power Network» ergänzen. In erster Linie geht es darum, für 4G-Anwendungen volle Surfgeschwindigkeit zu ermöglichen. Erste Tests mit dem Industriepartner Ypsomet werden noch 2017 durchgeführt. Kommerziell ist der Start aber erst für 2018 vorgesehen. Immer wichtiger wird der Mobilfunkausbau auch bei Notfallsituationen mit grossen Menschenansammlungen. Mit dem sogenannten Network Slicing und virtualisierten Netzwerkfunktionen erhalten Anwendungen künftig immer garantierte Netzressourcen, während der Datenverkehr vom Mobilfunknetz getrennt bleibt.

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