Uber aber sicher: ETH Lausanne präsentiert Verschlüsselungssystem für Fahrdienste

Fahrdienste wie Uber sind praktisch. Deren Apps sammeln aber massenhaft Daten, die für die eigentliche Funktion des Services nicht nötig sind. Forscher der ETH Lausanne haben nun eine datenschutzfreundliche Gegen-App entwickelt.

» Von Jens Stark , 18.07.2017 10:15.

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Die Apps von Uber und deren Konkurrenten bringen zwar Fahrer und Passagiere zusammen, sammeln für diesen Zweck aber eine Menge Daten. So werden die Ortungsdaten der Fahrgäste auch noch bis zu fünf Minuten nach Fahrtende weiter erfasst, obwohl dies für die eigentliche Vermittlungsarbeit und Abrechnung des Dienstes keinen Sinn mehr macht.

Forscher der ETH-Lausanne (EPFL) und der Universität Lausanne (Unil) haben nun ein System entwickelt, das die Privatsphäre der Anwender von Fahrtdiensten wie Uber besser schützt, aber dennoch die gleiche Service-Qualität bietet. Die vor Kurzem in einem Paper präsentierte Software ORide (das «o» steht für «oblivious», englisch für «vergesslich») vermittelt eine Fahrgelegenheit, bei der dann aber nur der Chauffeur und der Passagier Start, Ziel und Route der Fahrt erfahren.

ORide verwendet ein kryptografisches Verfahren, das der homomorphen Verschlüsselung ähnelt. Damit lassen sich Operationen mit verschlüsselten Daten durchführen, die das gleiche Resultat liefern wie mit unverschlüsselten Informationen. Addiert man beispielsweise eine verschlüsselte Zwei zu einer verschlüsselten Zwei, erhält man eine verschlüsselte Vier.

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