Microsoft vereinfacht Volumenlinzenzen - will Enterprise Agreements abschaffen

Microsoft will seine Lizenzprogramme vereinfachen, indem die Mindestnutzerzahl bei Enterprise Agreements erhöht wird. Irgendwann sollen diese ganz abgeschafft und Kunden für neue Programme begeistert werden.

» Von Fabian Vogt , 03.02.2016 14:30.

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Microsoft vereinfacht seine Lizenzprogramme und verabschiedet sich mittelfristig ganz von den sogenannten Enterprise Agreements (EA). Dies sagte das Unternehmen dem Branchenportal "The Channel".

Ab Juli setzen die Enterprise Agreements mindestens 500 Nutzer oder Geräte voraus. Bisher lag die Untergrenze bei 250.Wer zwischen 250 und 499 Nutzer versorgt, soll ab dann die Programme Microsoft Product & Services Agreement (MPSA) oder Cloud Solutions Provider (CSP) nutzen, schreibt Microsoft in einem Blogbeitrag. Während MSPA einen flexiblen Zugang zu Software und Diensten bieten soll, konzentriert sich CSP auf das Auslagern der eigenen Infrastruktur. Microsoft schreibt, dass beide Ansätze eher dem aktuellen Trend der IT zu hybriden Umgebungen und mehr Cloud entsprechen würden.

Wer bereits Enterprise Agreements von Microsoft verwendet und weniger als 500 Nutzer/Geräte hat, kann eine Verlängerung um 36 Monate beantragen. Institutionen aus dem öffentlichen Bereich oder SCE-Kunden (Server & Cloud Enrollment) sind von den Änderungen nicht betroffen.

Weg mit den EAs

Gegenüber "The Channel" sagte Microsofts Mark Nowlan, der für Lizenzvermarktung zuständig ist, dass man irgendwann alle Kunden auf die neuen Plattformen bringen möchte. Wann die Enterprise Agreements für die grösseren Kunden wegfallen werden, konnte Nowlan nicht sagen. Man wolle langsam und behutsam vorgehen. "Wir möchten, dass jeder (Geschäftskunde) alles bei uns kaufen kann, was er wünscht, und alle seine Käufe an einem Ort einsehen kann“, wird Nolan bei "ZDnet.com" zitiert.

Das 2014 eingeführte MPSA ersetzte die verschiedenen Volumenlizenzpläne, die Microsoft zuvor für KMU und Enterprise-Kunden anbot. CSP folgte kurz darauf. Die bisherige Volumenlizenzvereinbarung Select Plus lässt Microsoft derzeit auslaufen.

Laut "ZDnet.com" hat sich bei Microsoft die Zusammenstellung der Lizenzvereinbarungen mit Business-Kunden in den vergangenen Jahren verändert. Im Fiskaljahr 2015 habe über die Hälfte nur Online-Dienste abgedeckt, ohne jeglichen unternehmensweiten Abdeckungsbedarf. MPSA und CSP sollen sich gerade für diese Szenarien besser eignen, lässt sich ein Microsoft-Manager zitieren.

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