Huaweis Pläne für die Schweiz/Europa. Daran forschen die Chinesen

» Von Michael Kurzidim , 23.10.2016 18:17.

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Das ist eine sehr ansprechende Vision. Welche Rolle messen Sie dabei der Künstlichen Intelligenz zu? IBMs Watson bringt da schon ganz erstaunliche Dinge zustande.

Jijun Luo: Da gibt es sehr viele Facetten. Maschinelle Intelligenz wird die Leute von eintöniger Arbeit befreien, sodass sie ein erfüllteres und reicheres Leben führen können.

Viele Menschen befürchten, dass ihnen die smarten Maschinen die Jobs wegnehmen.

Jijun Luo: Diese Bedenken liegen nahe. Auf der anderen Seite werden aber auch neue Jobs entstehen, und am Ende werden die Menschen die Maschinen beherrschen, und nicht umgekehrt. Maschinen sind eine Erweiterung der menschlichen Fähigkeiten, Menschen sollten die Kontrolle über sich und über ihre Gesellschaft nie abgeben. Viele sehr menschliche Fähigkeiten werden Maschinen auch niemals erlernen können. 

Ausserdem: Es gibt einen prinzipiellen Unterschied zwischen der organischen und der digital-binären Welt. Wenn Sie Problematiken von der menschlichen in die digitale Welt - also in Nullen und Einsen - übersetzen, gehen immer wichtige Informationen verloren. Dieses Defizit hängt den Maschinen an.

Für uns kommt es darauf an, nicht stehen zu bleiben, sondern weiter Forschung zu betreiben und voran zu schreiten. Huawei macht das zusammen mit Partnern in der ganzen Welt, in Europa, in den USA, in der Schweiz und in Deutschland. Denn viele Probleme sind zu mächtig, als dass man sie im Alleingang lösen könnte. 

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