Cyberschlacht um File-Sharing-Site

US-Behörden haben die Dateitauschbörse Magaupload geschlossen und vier Personen verhaften lassen. Die Antwort der Hackergruppe Anonymous liess nicht lange auf sich warten.

Megaupload-Gründer und Ex-Hacker Kim Dotcom alias Kimble Schmitz ist verhaftet worden
  

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» Von Jens Stark , 20.01.2012 09:47.

Megaupload, eine der grössten File-Sharing-Sites, ist auf Geheiss der US-Bundespolizei FBI vom Netz genommen worden. Gleichzeitig wurden die beiden Gründer des Dienstes, Kim Dotcom, der frühere Kim Schmitz, und Mathias Ortmann sowie zwei weitere Mitarbeiter im neuseeländischen Auckland verhaftet. Drei weitere Verdächtige seien noch auf der Flucht.

Die Verhafteten wurden wegen der Verletzung von Urheberrechten angeklagt. Die Behörden beschuldigen die Betreiber der Seite, den Copyright-Besitzern einen Schaden von 500 Millionen Dollar an entgangenen Umsätzen zugefügt zu haben.

Dass die Razzia gegen Megaupload einen Tag nach heftigen Protesten gegen Anti-Piraterie-Gesetze in den USA durchgeführt wurde, sei Zufall, hiess es seitens des FBI. Der Haftbefehl sei bereits vor zwei Wochen ausgestellt worden.

Die Hackervereinigung Anonymous wartete nicht lange mit ihrer Antwort und griff die Seiten des FBI und des US-Justizministeriums sowie der Vereinigung der Musikindustrie Riaa (Recording Industry Association of America) und der Filmindustrie MPAA (Motion Picture Association of America) an.

«Die Regierung schliesst Megaupload? 15 Minuten später schliesst Anonymous Regierungs- und Plattenfirmensites», twitterte Anonymous stolz.

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