Roboter lernt Objekte selbstständig erkennen

US-Forscher haben den Roboter «HERB» vorgestellt. Dieser erlernt unter anderem über den Tastsinn, mit welchen Objekten er es zu tun hat.

» Von pte / Thomas Pichler, 08.05.2013 10:13.

HERB lernt verschiedene Objekte durch Anfassen kennen

Für Roboter ist es oft schwierig, insbesondere neue Gegenstände in ihrer Umgebung als solche zu erkennen. Doch Forscher am Robotics Institute der Carnegie Mellon University (CMU) haben nun einen Ansatz entwickelt, mit dem ihr Roboter «HERB» (Home-Exploring Robot Butler) besser neue Objekte erfassen und sein Verständnis der Gegenstände weiterentwickeln kann. Damit das gelingt, verlässt er sich nicht nur auf das, was seine Roboter-Augen sehen - er nutzt auch nicht-visuelle Informationen wie sein Wissen um die Umgebung und, ob er einen Gegenstand anfassen und aufheben kann.

«Der Ansatz ist sehr interessant. Man versucht schliesslich ständig, Robotern nicht alles selbst einprogrammieren zu müssen», bestätigt Stefan Heyer, Projektleiter des Assistenzroboter-Projekts FRIEND am Institut für Automatisierungstechnik der Universität Bremen. Dabei geht es aber keineswegs nur um Bequemlichkeit für Entwickler - gerade bei Assistenzrobotern ist es ein Vorteil, wenn die Benutzer sie möglichst wenig anleiten müssen.

Bislang nutzen Roboter meist vorgegebene oder speziell antrainierte Datenbanken, um Gegenstände zu erkennen. So haben die CMU-Forscher für HERB digitale Modelle von Objekten erstellt, mit denen er interagieren soll, während der österreichische Pflegeroboter «Hobbit» Gegenstände gezielt per 3D-Scan erlernt . Im Gegensatz zu diesen gängigen Ansätzen zielt das neue «Lifelong Robotic Object Discovery» (LROD) darauf ab, dass der Roboter Gegenstände möglichst selbstständig entdeckt und sein Verständnis der Objekte dann weiterentwickelt.

Nächste Seite: Gleiche Lernstrategien wie Kleinkind

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der IDG Communications AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

MiniAds