Mit einem Klick zum perfekten Outfit

Ob online oder offline – wie mühsam die Suche nach einem passenden Outfit sein kann, weiss wohl jede Frau. Abhilfe schafft nun das ETH-Spin-off Fashwell mit einer App, die Social-Media und Online-Shopping vereint und damit ganz neue Möglichkeiten des Einkaufens bietet.

» Von Anna Maltsev, ETH News, 26.10.2015 14:33.

Wer denkt, Fashion und Informatik seien zwei unvereinbare Begriffe und Mode in technischen Studiengängen grundsätzlich fehl am Platz, würde wohl mit einem einzigen Besuch des ETH-Spin-offs Fashwell seine Meinung ganz schnell ändern: Zwei Informatik- und ein Elektrotechnik-Absolvent teilen sich das grosszügige Büro in der Sternwartestrasse, alle drei mit Hemd, stylischer Frisur und Röhrenjeans. Dass die jungen Gründer viel Wert auf Mode und ihr Äusseres legen, ist nicht zu übersehen – dass sie daneben noch komplexe Algorithmen entwickeln, die schon bald jedes fashionliebhabende Frauenherz höher schlagen lassen könnten, würde man zunächst wohl kaum vermuten.

Jedes Outfit auf Instagram wird kaufbar

Doch genau das wollen die drei Studienabgänger mit ihrer neuen App, die gratis für iOS erhältlich ist, erreichen: «Unser Ziel ist es, jedes Mode-Foto im Internet kaufbar zu machen», erklärt Co-Gründer Matthias Dantone. Gemeint ist damit die Möglichkeit, die Kleidungsstücke auf jedem beliebigen Bild im Internet sofort online bestellen zu können. Und obwohl die App bislang nur für Instagram-Fotos funktioniert, ist der Jungunternehmer selbst vom neuen Produkt begeistert: Man ‹liked› einfach ein Foto auf Instagram oder kommentiert es mit dem Hashtag #wtfash (als Abkürzung für ‹what the fash›) und erhält sofort eine Nachricht mit den abgebildeten sowie ähnlichen Kleidungsstücken. Mit einem Klick darauf gelangt man direkt zu dem jeweiligen Produkt in dem Onlineshop, der dieses anbietet. «Ich kann mir also jedes Outfit, das mir auf irgendeinem Instagram-Foto gefällt, mit einem Klick nachkaufen oder ein ähnliches günstigeres bzw. preiswerteres Outfit bestellen», strahlt der 28-Jährige.

Und obwohl ihre Zielgruppe aus sogenannten «Millenium-Shopperinnen», das heisst, app-affinen 16- bis 25-Jährigen Fashionliebhaberinnen besteht, ist für die ursprüngliche Idee der Co-Gründer selbst verantwortlich: «Ich bin schon lange leidenschaftlicher Sneakers-Sammler», erzählt der ehemalige ETH-Doktorand. «Immer wenn ich auf irgendwelchen Fotos coole Schuhe gesehen habe, wollte ich sie haben und ärgerte mich, dass ich keine Ahnung hatte, wie sie heissen oder wo ich sie kaufen könnte. Nach vielen Gesprächen mit Freunden, war ich überzeugt, mit der Lösung dieses Problems eine Marktlücke bedienen zu können.»

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