MindMaze: Das wertvollste ICT-Start-up der Schweiz

Das Lausanner Start-up MindMaze hat einen drittel seiner Anteile verkauft. Für mehr als eine Milliarde Franken. Teurer war noch keine Jungfirma aus der Schweiz.

» Von Fabian Vogt , 05.02.2016 17:11.

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MindMaze ist über eine Milliarde Franken wert. Die indische Hindaju Group sicherte sich einen Drittel am Unternehmen, berichtet die indische «Economic Times». Nur vier Jahre nach der Gründung in Lausanne ist MindMaze damit in den sogenannten Einhorn-Klub aufgestiegen. «So schnell hat das noch kein Schweizer Unternehmen geschafft», sagt Stefan Kyora, der dank seiner Plattform «startupticker.ch» die Szene wie kein Zweiter kennt. Ohnehin kommen ihm nicht viele Schweizer Start-ups in den Sinn, die ähnlich hoch bewertet sind. «Leonteq wird derzeit auch mit über einer Milliarde Franken bewertet, ansonsten ist mir aber keine derart wertvolle Schweizer ICT-Firma bekannt.»

Hindaju hat das Geld investiert, weil man sich von MindMaze einen Durchbruch im Feld der Neurochirurgie erhofft. Das von EPFL-Abgänger Tej Tadi ins Leben gerufene Unternehmen mit Sitz in Lausanne, Zürich und San Francisco vereint 3D-Technologie mit Robotik, um Patienten bei Krankheiten, Traumata und Störungen des Nervensystems zu helfen.

«In fünf Jahren soll jedes Gerät einen MindMaze-Chip intergriert haben», sagt Tadi. Sein Ziel: Der grösste Gerätehersteller für Neurologie der Welt zu werden.

«Unsere Erfindung bringt das Gehirn dazu, an verschiedene Dinge zu glauben, was den Heilungsprozess unterstützt», sagt Tadi.«Aber die Anwendungsmöglichkeiten gehen weit über den Gesundheitsbereich hinaus, sind auch für den Medien-, Transport- oder Verteidigungsunternehmen interessant. Und für alle, die mit dem Internet der Dinge zu tun haben.»

 

Die Milliarde genügt Tadi nicht, er sucht weitere Investoren, berichtet «Economic Times». Dadurch soll das Geschäft auf eine kommerzielle Grösse skaliert werden und neue Industrien angegangen werden können.

Derzeit beschäftigt MindMaze rund 50 Angestellte, ist aber auf der Suche nach wesentlich mehr Fachkräften, wie ein Blick auf die Webseite zeigt.

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