Google-Reader-Einstellung wirbelt Staub auf

Dass Google seinen RSS-Reader einstellt, freut die Konkurrenz nicht unbedingt. Und fraglich bleibt, was sich Google damit überlegt. Google+ wird jedenfalls kein Ersatz sein.

» Von Fabian Vogt , 15.03.2013 10:23.

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Falls Apple je vom von Markt verschwindet, würden in Südkorea und Kanada wohl die Sektkorken knallen. Im RSS-Markt aber scheint man vom Rückzug des grössten Players nicht begeistert zu sein. FeedDemon, nach eigenen Angaben der populärste RSS-Reader für Windows, wird seinen Dienst ebenfalls einstellen, wenn Google seinen RSS-Feed am 1. Juli in Pension schickt, berichtet heise.de. Grund dafür ist, dass der Google Reader nicht nur Client war, sondern vielen Web- und Desktop-Anwendungen die Infrastruktur bereitstellte – unter anderem auch FeedDemon. Darum hat der verantwortliche Entwickler Nick Bradbury nach dem Google-Entscheid beschlossen, auch seinen Dienst ab dem 1. Juli einzustellen. Denn «für Google Reader gibt es keine brauchbare Alternative», schreibt Bradbury. Für alle, die den Dienst ohne Google-Reader-Synchronisation nutzen, wird er weiterhin verfügbar sein. 

Dass Google seinen RSS-Feed einstellt, war eine Überraschung. Denn der Dienst war extrem beliebt, wie aktuelle Zahlen von «BuzzFeed» zeigen. Eine Analyse von 300 Millionen ihrer User hat gezeigt, dass im Verhältnis zum Reader Google+ praktisch inexistent ist, wenn es um Nachrichten geht. Logisch, diese lassen sich auch besser in einem RSS-Feed wie im Sozialen Netzwerk lesen, der Unterschied ist dennoch frappant. Noch gravierender ist allerdings der Unterschied der «Google Referrals to News Sites». Während der Reader grosse Schwankungen hat – was nicht zwingend mit einem Wachstum des Readers zusammenhängen muss – hat Google+ eigentlich überhaupt keine Relevanz in diesem Bereich.  

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