ETH Lausanne erhält bis zu einer Milliarde Euro

Die Milliarden des FET-Flagship-Projekts der Europäischen Kommission sind verteilt. Zu den Begünstigten gehört die ETH Lausanne, berichtet der «Tages-Anzeiger».

» Von Fabian Vogt , 25.01.2013 13:57.

Die EU soll scheinbar einen Teil ihrer Fördergelder für ein Projekt der ETH Lausanne ausgebenDie EU soll scheinbar einen Teil ihrer Fördergelder für ein Projekt der ETH Lausanne ausgeben

Am Montag will die EU-Kommission bekanntgeben, welche zwei Forschungsprojekte künftig in den Genuss von einer Milliarde Euro über den Zeitpunkt von zehn Jahren kommen werden. Dafür zur Auswahl standen zuletzt noch sechs Projekte, darunter drei aus der Schweiz. Doch bereits jetzt soll klar sein, wer in den Genuss des Geldsegens kommt, berichtet der «Tages-Anzeiger» in seiner heutigen Print-Ausgabe. Dabei nimmt der «Tagi» Bezug auf einen Fachbeitrag auf der Webseite der Zeitschrift «Nature».

Demnach sollen das «Human Brain Project» der ETH Lausanne sowie ein schwedisches Projekt über Graphen-Forschung die Gewinner sein. Sollte dies stimmen, werden die Projekte in den nächsten 30 Monaten insgesamt 54 Millionen Euro erhalten, die Modalitäten der weiteren Zahlungen sind noch nicht ausgehandelt. 

Zwar gibt es noch keine offizielle Stellungnahme, welche die Richtigkeit dieser Resultate bestätigen, doch Dirk Helbing, Soziologieprofessor an der ETH Zürich, der mit dem Projekt FutureICT ebenfalls in der engsten Auswahl war, gesteht die Niederlage ein. «Natürlich sind wir enttäuscht, dass drei Jahre intensive Arbeit zunicht sind», wird er im «Tages-Anzeiger» zitiert. Bereits gestern sickerte durch, dass sein Projekt von der EU nicht berücksichtigt werden wird, die Teilnehmer scheinen die Resultate also bereits zu kennen.

Das vermeintlich siegreiche «Human Brain Project» befasst sich mit der Simulation eines menschlichen Gehirns mittels Supercomputers. Damit erhoffen sich die Forscher ein besseres Verständnis von Gehirnkrankheiten wie Depressionen oder Angstzuständen, schreibt der «Tagi». Das Projekt sei unter Hirnforschern aber umstritten.  F

alls die EU am Montag diesen Bericht bestätigt, gehört auch das Projekt «Guardian Angels» Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) zu den Verlieren. Es befasst sich mit energieeffizienten elektronischen Geräten, welche den Menschen den Alltag erleichtern sollen.

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