Beste Nachwuchshacker der Schweiz gesucht

Die Cyber Security Challenge hat zum Ziel, die besten Jung-Hacker der Schweiz zu finden. Noch 20 Kandidaten sind im Rennen.

» Von Fabian Vogt , 03.08.2015 14:45.

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Verschiedenste Organisationen versuchen auf unterschiedlichen Wegen, den IT-Nachwuchs der Schweiz zu fördern. Eine davon ist Swiss Cyber Storm, die seit vier Jahren die besten Jung-Hacker der Schweiz sucht. Für die diesjährige Ausgabe der «Cyber Security Challenge» bewarben sich 190 Personen, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von rund 25 Prozent, wie Bernhard Tellenbach, Präsident Swiss Cyber Storm, der Computerworld sagte. Ein Wehrmutstropfen: Darunter befanden sich lediglich 2 Frauen, wobei einige der Teilnehmer keine Geschlechtsangabe machten.

Nach einem dreimonatigen Qualifikationswettkampf, in dem die Teilnehmer via der Plattform «Hacking-Lab» verschiedene Aufgaben beispielsweise zu Reversed Engineering, Verwundbarkeiten von Webservern oder im Programmierbereich lösen mussten, sind noch 20 Kandidaten übrig geblieben. Diese setzen sich aus zehn «Juniors» (14-20 Jahre) und zehn «Seniors» (20-30 Jahre) zusammen und haben zum Ziel, am Ende unter den besten fünf ihrer jeweiligen Kategorie zu sein. Dann haben sie sich für das erstmals ausgetragene Europäische Finale qualifiziert, in welchem sie gegen Nachwuchshacker aus Deutschland, Österreich, England, Spanien und Rumänien antreten. Die Schweiz ist Gastgeberland, vom 20. bis 22. Oktober findet der Anlass im KKL Luzern statt.

Bis es soweit ist, müssen die Schweizer Kandidaten weitere Prüfungen ablegen. In diesen geht es nicht mehr nur um die technischen Fähigkeiten. «Bewertet werden neben den Ergebnissen auch Präsentationsstil, Arbeitsweise und Teamfähigkeit», sagt Bernhard Tellenbach. «Eigenschaften, die auch im späteren Arbeitsleben wichtig sind.» Ohnehin sei der Anlass eine gute Chance, einen Fuss in die Berufsalltagstür zu setzen, sagt der Organisator: «Es kam bereits vor, dass Teilnehmern direkt vor Ort Stellenangebote unterbreitet wurden».

Der Wettbewerb wird unter anderem vom Eidgenössischen Amt für Auswärtige Angelegenheiten (EDA), vom Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD), PWC, der HSR Hochschule für Technik Rapperswil sowie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) unterstützt. Zugelassen am Wettbewerb sind junge Menschen zwischen 14 und 30 Jahren, die noch nicht als IT-Fachkraft arbeiten. Informatiklernende- und Studenten sind willkommen.

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