Googles Highlights im 2017

Eigene Prozessoren und ein neues Android mit Gestenerkennung: Computerworld blickt in die Kristallkugel. Was können wir in diesem Jahr vom grössten Tech-Konzern erwarten?

» Von Simon Gröflin , 13.03.2017 07:30.

weitere Artikel

Bildergalerie

Das Jahr hat gerade erst begonnen und Google hat es schon ein wenig eingeläutet. So macht das neue Smartwatch-Betriebssystem Android Wear 2.0 die schlauen Uhren endlich ein Stück unabhängiger und Android 7.0 alias Nougat findet sich seit einem Monat auf fast doppelt so vielen Smartphones. Am Mobile World Congress liess Google keinen Moment aus. Daydream, Googles VR-Plattform, soll auf Hunderte Millionen Smartphones kommen. Ausserdem tüftelt der Konzern aus Mountain View schon lange an einem eigenen Prozessor. Gibt es da überhaupt noch Überraschungen? Natürlich. Denn in einigen Bereichen zeichnet sich zusehends ein Konkurrenzkampf ab. So hat beispielsweise Google erst vor wenigen Tagen angekündigt, den schlaueren Smartphone-Gehilfen Google Assistant auf mehr Android-Smartphones zu bringen. Aber auch in anderen Bereichen wird Google keine Rückschläge hinnehmen und zu Höchstleistungen angespornt sein. PCtipp wagt eine Prognose: Was können wir von Google im 2017 erwarten?

Android Wear 2.0 im PCtipp-Check:

Google wird zum Hardware-Konzern

Google stellte an der Entwicklerkonferenz I/O zum ersten Mal ein Konzept eines eigenen Prozessors vor. Laut Blog-Beitrag handelt es sich um einen Chip, der speziell auf Machine Learning getrimmt ist. Die handelsüblichen Chips sind Google dabei offenbar nicht schnell genug. Das kam nicht ganz überraschend, denn es wird schon seit Jahren über den Zeitpunkt spekuliert, ab dem sich Google gegenüber den traditionellen Chip-Anbietern wie Nvidia und Intel noch unabhängiger machen will. Mit den hauseigenen Tensor Processing Units (TPUs) will der Suchmaschinenkonzern die Algorithmen der Software-Bibliothek TensorFLow besonders schnell verarbeiten. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg dürfte der Erfolg der eigenen Chips sehr davon abhängen, ob sich die Hardware-Verkäufe der Pixel-Smartphones positiv entwickeln.

Mehr künstliche Intelligenz – zu jedem Preis

Noch ist Google Home weder in Deutschland noch in der Schweiz verfügbar. Nicht einmal die Pixel-Smartphones haben es hierhin geschafft. Wir vermuten wegen der Mehrsprachigkeit bei den lokalen Suchresultaten. Allzu lange dürfte es aber nicht mehr dauern, denn klare Anzeichen, dass der Google Assistant ausgebaut wird, gibt es von verschiedenen Seiten. Begegnet ist man ihm etwa schon in der letzten Preview-Version von Android Wear 2.0.

Ausserdem hat auch Google-Chef Sundar Pichai höchstpersönlich die freudige Botschaft verkündet, den smarteren Assistenten auf weitere Android-Smartphones zu bringen. Glaubt man seinem Tweet, müsste die Funktion eigentlich schon so langsam ausrollen, aber wir haben sie bis jetzt auf keinen weiteren Smartphones gesehen. Voraussetzung sei mindestens Android 6.0. Das Update wird irgendwann über eine Aktualisierung der Google-App bereitstehen.

Google Assistant rolling out to more @Android phones starting today! https://t.co/bx4UmImqbC

— sundarpichai (@sundarpichai) 2. März 2017

Immerhin heisst das: Der Pixel-exklusive Assistent kommt auf gut einen Drittel aller Android-Smartphones. Das alles hat Gründe, denn zurzeit beginnt unter den Smartphone-Assistenten ein regelrechter Kampf um neues Territorium. Auf dem Markt breitmachen wollen sich nicht nur Amazon, Apple und Google, sondern auch HTC und Samsung.

Nächste Seite: Android O mit Gestenerkennung

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der NMGZ AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.