Toshiba zeigt erste SSDs mit Vier-Bit-Speicherzellen

Bisher konnten SSDs nur maximal drei Bits pro Zelle verarbeiten. Toshiba hat nun angekündigt, als erster Hersteller 4-Bit-Flash-Zellen (QLC) entwickelt zu haben.

» Von Simon Gröflin , 30.06.2017 14:43.

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Die bisher erhältlichen SSDs basieren auf SLC- oder MLC-Technik. SLC steht für Single-Level-Cell, während MLC (Multi-Level-Cell) für zwei oder mehr Bits pro Zelle steht. QLC (Quad-Level-Cell) stellt dabei die nächste Revolution in der Flash-Technologie dar. Lange hat man auf Samsung oder Intel getippt, welche als erste Hersteller Flash mit 16 Zuständen («0» beziehungsweise «1») pro Zelle serienreif machen. Nun hat der angeschlagene Konzern Toshiba angekündigt, als «erster Hersteller der Welt» solche 4-Bit-Flash-Zellen entwickelt zu haben.

Die Speicherkapazität vergrössert sich dabei beachtlich. Im Vergleich zu bisherigen TLC-Speicherzellen ist mit einer Kapazitätsvergrösserung von 512 auf 768 Gbit, also von 64 auf 96 GByte, eines einzelnen Chips zu rechnen. Ein erster Speicherriegel mit 64 Funktionslagen in einem Chipgehäuse wird somit etwa 1,5 TByte fassen. Toshiba geht aber noch weiter und plant in Zukunft die Fertigung mit 96 Lagen.

Den ersten QLC-Chip will Toshiba auf dem Flash-Memory-Summit im August im Silicon Valley vorstellen. Noch ist unbekannt, mit welcher Geschwindigkeit der Chip beschrieben und ausgelesen werden kann. Schliesslich müssen durch mehr Bits auch mehr Informationen verarbeitet werden. Damit werden sehr wahrscheinlich auch neue Controller erforderlich.

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