So speichern wir in Zukunft Daten

Phase-Change Memory, Nanodrähte und Kohlenstoff – die Speicherwelt verändert sich und dabei werden Memory- und Storage-Techniken zusammenwachsen.

» Von Thomas Harrer*, 17.03.2016 14:55.

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* Thomas Harrer, ist CTO IBM Systems HW Sales DACH bei IBM Deutschland

Wenn Firmen die ihnen zur Verfügung stehenden Daten – und die werden immer mehr – sinnvoll nutzen wollen, dann brauchen sie dafür passende Analyse- und Storage-Lösungen. Die führenden Hersteller forschen bereits an Speichertechniken, die dem zu erwartenden Datenaufkommen gewachsen sind. Zum Teil befinden sie sich aber noch im Experimentierstadium und sind noch weit von einer Markteinführung entfernt.

Neue Anforderungen an Speicher

Klassische Speichertechniken sind angesichts des wachsenden Datenvolumens überfordert. Sowohl das Aufkommen an strukturierten Daten, etwa Kontotransaktionen oder Reisebuchungen, als auch an unstrukturierten Daten nimmt ständig zu, da unentwegt Videos, Musik und Bilder vor allem im Social Web gespeichert werden. Einen ungeheuren Datenschub wird zudem das Internet der Dinge auslösen, da Milliarden von Geräten, Sensoren und Kameras Daten austauschen werden.

Und genau hier liegt das Problem. Während strukturierte Daten sich mit herkömmlichen Speichertechniken in den Griff bekommen lassen, sind sie für die Flut an unstrukturierten
Daten viel zu langsam. Hierfür sind neue Anwendungen erforderlich, und diese Anwendungen benötigen für ihre Arbeit blitzschnellen Speicher.

Bei der Entwicklung schneller Speichertechniken muss man berücksichtigen, wie Computer arbeiten (Stichwort Von-Neumann-Architektur): Alle Daten werden über einen Prozessor verarbeitet. Als (Zwischen-)Speicher verwendet ein Prozessor sogenannte Register. Je nach Taktfrequenz erreichen diese Register Zugriffszeiten im Nanosekundenbereich. Bei der Verarbeitung der Daten sind derzeit immer die Speichermedien der Flaschenhals, da deren Zugriffszeiten um ein Vielfaches langsamer sind als die der Register (siehe Grafik).

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