Mini-Roboter befördern 2000-faches Eigengewicht

US-Forscher haben eine Miniatur-Roboter vorgestellt, der über riesige Kräfte verfügt.

» Von Markus Steiner, pte, 30.04.2015 11:00.

Forscher der Stanford University haben ein Konzept für Miniatur-Roboter entwickelt, das die Beförderung schwerer Lasten deutlich vereinfachen könnte. Gestalt und Aufbau der Maschinen, die auf den Namen «MicroTugs» hören, wurden natürlichen Vorbildern wie Ameisen und Geckos nachempfunden. Mithilfe ihrer «klebrigen Füsse» können sie das bis zu 2000-fache ihres eigenen Gewichts stemmen. «Es ist, als ob ein Mensch die Kraft hätte, einen ganzen Blauwal zu tragen», schwärmen die Experten.

«Klebrige Füsse» als Vorteil

«Der schwierigste Teil der Entwicklung dieser kleinen Gesellen war es, sich klar zu werden, dass das prinzipiell überhaupt möglich ist», zitiert «BBC News» David Christensen, Projektmitarbeiter und PhD-Student am Biomimetics & Dexterous Manipulation Laboratory (BDML) der Stanford University. Doch die beste Inspiration komme immer noch aus der Natur. «Unser Ansatz basiert auf Techniken, die wir im Tierreich etwa bei Ameisen oder Geckos finden. Das Geheimnis der enormen Stärke der MicroTugs liegt nämlich in ihren klebrigen Füssen», erklärt der Forscher das Grundprinzip der neuen Methode.

Um dieses praktisch nutzbar zu machen, haben die BDML-Wissenschaftler die Beine ihrer mikroskopisch kleinen Mini-Roboter mit winzigen Dornen aus Gummi versehen, die sich leicht biegen und dadurch besonders gut an einer Oberfläche haften bleiben. Wenn einer der Füsse zur weiteren Fortbewegung angehoben werden soll, strecken sich die Dornen gerade aus und lösen den Roboterfuss aus seiner klebrigen Verankerung.

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