Diese LED grünt nur so grün an der ETH Zürich

Chemieingenieure der ETH Zürich haben zum ersten Mal ultrareines grünes Licht erzeugt. Ihre neue Leuchtdiode ebnet den Weg, um die Farbqualität einer nächsten Generation von ultrahochaufgelösten Bildschirmen für TV und Smartphones zu verbessern.

» Von Florian Meyer, ETH News, 07.09.2017 06:45.

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Chih-Jen Shih ist richtig zufrieden. Ihm ist ein Durchbruch gelungen. «Ein so reines grünes Licht wie wir kann zurzeit niemand sonst erzeugen», sagt der Professor für Technische Chemie in seinem Labor auf dem Campus Hönggerberg. Dabei zeigt er auf eine ultradünne, biegbare Leuchtdiode (LED). Tatsächlich zeigte diese in einem feinen, hellen Grünton die drei Lettern «ETH» an.

Bedeutsam wird Shihs Entwicklung besonders im Hinblick auf die nächste Generation von ultrahochaufgelösten Displays, wie sie namentlich für Fernseher und Smartphones gebraucht werden: Damit die Bildschirme in naher Zukunft noch klarere, schärfere, detailreichere und farblich fein abgestufte Bilder anzeigen können, müssen die entsprechenden elektronischen Geräte zuerst einmal ultrareines Rot, Blau und Grün erzeugen können. Für Rot und Blau ist das heute weitgehend möglich. Beim Grün hingegen stiess die Technik bisher an Grenzen.

Das hat vor allem mit der menschlichen Wahrnehmung zu tun: Das Auge unterscheidet bei Grün mehr Zwischenstufen als bei Rot und Blau. «Das macht die technische Erzeugung von ultrareinem Grün sehr anspruchsvoll und fordert uns in der Technologie- und in der Materialentwicklung», sagt Sudhir Kumar, der Erstautor der entsprechenden Publikation.

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