Soziale Gamer sind gefährdet

Wer in sozialen Netzen wie Facebook Online-Games spielt, sollte sich besonders vor Spammern, Phishern und Cyberkriminellen in Acht nehmen.

» Von Jens Stark, 07.04.2010 08:50. Letztes Update, 07.04.2010 08:54.

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Zu diesem Fazit kommt eine Studie des Sicherheitsspezialisten BitDefender. Solche Social-Gaming-Applikationen verführten den Nutzer von sozialen Netzwerken zum leichtfertigen Umgang mit seinen persönlichen Daten. Denn um bei diesen Spielen erfolgreich abzuschneiden, ist es für den Spieler zwingend erforderlich, mit möglichst vielen Anwendern des Netzwerkes zu interagieren. Cyberkriminelle machen sich diesen Umstand zunutze, um in betrügerischer Absicht Spam und Phishing-Nachrichten zu verbreiten.

Um heutige Entertainment-Applikationen in Social Networks erfolgreich zu meistern, benötigen die Spieler eine möglichst grosse Unterstützung von Freunden und Supportern die das gleiche Game spielen, um damit höhere Punktestände zu erreichen. Dazu entwickeln die Spieler Channels, Gruppen und Fan-Seiten, die die Interaktion zwischen ihnen erleichtern bzw. unterstützen.

Spammer und Phisher nutzen dieses Verhalten der Spieler aus, indem sie gefälschte Profile anlegen, die mit Bots verbunden werden, welche dann Spam-Nachrichten an die Gruppen senden. Dies dokumentierte die BitDefender-Fallstudie, die anlässlich der MIT Spam Conference vorgestellt wurde. Im Unterschied zu regulären Social-Network-Spam-Nachrichten, bei denen der Anwender erst dazu verleitet werden muss, den Spammer in den Freundeskreis aufzunehmen, fällt die Hemmschwelle beim Social Gaming schnell, da der User bestrebt ist, seine Spiele-Community rasch zu erweitern. Dies macht es in vielen Fällen unmöglich, die ,,Bogus Accounts" (gefälschte Profile) automatisch ausser Kraft zu setzen, da die Aktion des Spammers zunächst keinen wirklichen Verstoss darstellt.

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