Nidwaldner Versicherungsbetrüger handelte aus reiner Geldgier

» Von SDA , 05.10.2017 06:42.

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Erbe veruntreut

Als faktischer Geschäftsführer einer IT-Firma habe er zudem keine Buchhaltung geführt, damit deren Vermögenslage nicht oder nur unvollständig eruiert werden konnte. Damit sei er der Unterlassung der Buchführung schuldig.

Während er die Buchhaltung und Steuererklärung für das Fusspflegestudio seiner Frau sowie für Familienmitglieder und weitere Personen aus seinem Umfeld erstellte, unterliess er dies für sich selber sowie für die von ihm faktisch geführte Firma. Das Gericht stufte dies als Verschleierungshandlung ein um zu verhindern, dass die IV-Stellen und übrige Versicherer von seinen Arbeitstätigkeiten und Einkünften erfahren.

Der Veruntreuung schuldig sei er schliesslich, weil er in seiner Funktion als Teilungsbeauftragter für das Erbe seiner Frau und deren Schwester letzterer Geld aus der Grundstückgewinnsteuer verschwieg.

18 Monate bedingt für Frau

Seine Frau hatte der Mann in der Funktion einer «Strohfrau» als alleinige Gesellschafterin und Geschäftsführerin des von ihm gegründeten Unternehmens eingesetzt. Diese verfügte laut dem Gericht über keine Kenntnisse hinsichtlich ihrer Aufgaben und machte sich ebenfalls der Unterlassung der Buchführung schuldig.

Zudem sei sie der Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug schuldig. Sie wurde zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten bei einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt. Ihr Vergehen habe insbesondere darin bestanden, die Machenschaften ihres Mannes zu ermöglichen.

Die beiden Verurteilten müssen die Verfahrenskosten tragen. Das sind 33'000 Franken für den Mann und knapp 7000 Franken für die Frau. Ihre Verteidiger hatte Freisprüche verlangt. Ob sie das Urteil weiterziehen, ist noch nicht klar.

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