Kanton Bern führt Social-Media-Projekt fort

In Bern hat man sich nach einjähriger Testphase entschieden, weiterhin auf Social Media zu setzen. Die Möglichkeiten von Facebook + Co. werden aber nur spärlich genutzt.

Der Kanton Bern führt sein Social-Media-Projekt fortDer Kanton Bern führt sein Social-Media-Projekt fort

» Von Fabian Vogt , 09.01.2014 12:07.

10-20 Stellenprozente investiert der Kanton Bern seit gut einem Jahr, um verschiedene Social-Media-Kanäle zu betreuen. Der Regierungsrat hat beschlossen, dass sich Aufwand und Ertrag dabei in Waage halten, das Projekt wird weitergeführt.

Anstatt aber den aktiven Austausch von Departementen mit Bürgern zu fördern, werden die Social-Media-Kanäle zentral von der Kommunikationsabteilung geführt. Es befinden sich also vor allem Medienmitteilungen darauf. Dazu wird geantwortet wenn Fragen auf beispielsweise Twitter oder Facebook an den Kanton gestellt werden. Andere Departemente im Kanton haben Social Media teilweise eingeführt, es aber nur partiell für einzelne Projekte eingesetzt.

Auf Twitter hat der Kanton 2434 Follower, auf Facebook eine ähnliche Reichweite. Weniger Interesse rufen die Kanäle Google+, YouTube und Slideshare hervor. Weil der Kanton Bern aber nicht nur bei einem Anbieter präsent sein will, werden vorerst alle Kanäle weitergepflegt. 

Kommentar von Fabian Vogt

Ob Social Media Firmen einen Mehrwert bietet, wird wohl noch längere Zeit Anlass zur Debatte geben. Aber gerade Behörden wären prädestiniert dafür, Social Media aktiver zu nutzen. Denn oft sind Bürger überfordert von der Komplexität von Staat, Kanton und Gemeinde, wissen nicht, wer für ihre Anliegen zuständig ist. Anstatt sich durchzutelefonieren oder Emails an Sammeladressen zu senden, könnte Twitter genutzt werden. Der Kanal müsste aber von den Departementen selbst geführt werden, da die Medienabteilung in der Regel auch zuerst dort nachfragen muss, was doppelte Arbeit bedeutet. Oder Google Hangout könnte genutzt werden, um Pressekonferenzen zu übertragen, wodurch die Demokratie gefördert würde. Dass der Kanton Bern das Social-Media-Projekt weiterführen wird, ist also grundsätzlich eine gute Sache. Es kann aber noch optimiert werden.

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