Schweizer Software-Industrie entwickelt sich positiv

Für die Schweizer Software-Industrie ging es im ersten Halbjahr 2013 bergauf, sagt eine Studie. Noch wenig Einfluss hat der NSA-Skandal.

» Von Fabian Vogt , 31.10.2013 11:07.

Noch können die Schweizer Software-Hersteller nicht vom NSA-Skandal profitieren, sagt der «Swiss Software Industry Index (SSII). Nur drei Prozent der Schweizer Software-Hersteller, die an der Umfrage teilgenommen haben, bemerkten eine «stark angestiegene Nachfrage» nach ihren Leistungen, auf die Frage, ob der NSA-Skandal etwas geändert hat.

Insgesamt geht es der Schweizer Software-Industrie aber nach wie vor gut, auch wenn sich das Wachstum leicht verlangsamt hat. Im Vergleich zum Vorjahr wurde von den 118 Teilnehmern ein Umsatzplus von 7 Prozent gemeldet, damit wächst die Software-Branche einmal mehr schneller als die Gesamtwirtschaft, heisst es in der Studie. Der Gewinn allerdings hat sich nur um 4 Prozent gesteigert, die Zahl der Beschäftigten um 3 Prozent.

Die Abbildung beantwortet die Frage, ob sich die Nachfrage nach Leistungen der Software-Hersteller durch den NSA-Skandal verändert hat
Die Abbildung beantwortet die Frage, ob sich die Nachfrage nach Leistungen der Software-Hersteller durch den NSA-Skandal verändert hat
Cloud weiterhin beliebt

Nach wie vor auf dem Vormarsch soll Cloud-Computing sein, 80 Prozent der Befragten erwarten trotz NSA keinen nachhaltigen Rückgang der Nachfrage. Und nur 4 Prozent der Schweizer Software-Hersteller wollen selbst die Nutzung von Cloud-Lösungen reduzieren. 13 Prozent dagegen haben bisher keine Cloud-Dienste genutzt, wollen dies in Zukunft aber ändern.

Für den Rest des Jahres erwartet der SSII einen positiven Ausblick. Die Software-Hersteller würden einen höheren Auftragsbestand- und Eingang (je +7 Prozent) verzeichnen. Dass das Offertenvolumen stark gewachsen ist, soll darauf hindeuten, dass Schweizer KMU und Grossfirmen optimistischer in die Zukunft blicken als auch schon und grössere Softwareprojekte wagen wollen.

Über die Umfrage

Der SSII wird von Sieber&Partner und inside-it.ch zweimal jährlich erhoben und entsteht aus einer Internet-Umfrage. Dieses Jahr haben 118 Software-Hersteller mitgemacht, 75 Prozent davon sind seit 6 oder mehr Jahren am Markt aktiv. Die Teilnehmer repräsentieren rund 10 000 Mitarbeiter, sagt die Studie, die das Ziel hat, auf die Existenz und den gesamtwirtschaftlichen Wert der Schweizer Software-Industrie hinzuweisen. Die Herausgeber führen aber auch an, dass aufgrund der freiwilligen Studienpartizipation ein insgesamt etwas zu positives Bild gezeigt werden könnte.

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