Schweizer ohne Freunde am Arbeitsplatz?

Schweizer Anwender trennen Berufs- und Privatleben strikt. Die Mehrheit der helvetischen User ist in sozialen Netzwerken nicht mit Arbeitskollegen befreundet.

» Von Harald Schodl, 14.10.2010 14:02.

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Wie eine Umfrage des Online-Karriereportals Monster.ch zeigt, sind 62 Prozent der Schweizer Nutzer in Social Networks wie Facebook nicht mit ihren Arbeitskollegen befreundet. Lediglich 31 Prozent der helvetischen User sind mit ihren Kollegen über Facebook in Kontakt. Sieben Prozent der Befragten tauschen sich mit Ihren Kollegen zwar über soziale Netzwerke aus, verwenden aber unterschiedliche Profileinstellungen für Freunde und Kollegen.

Monster.ch hat für seine Umfrage über 2000 Anwender in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Vor allem die Ergebnisse aus dem östlichen Nachbarland Österreich überraschen: Laut Monster.ch trennen nur 45 Prozent der österreichischen Umfrageteilnehmer zwischen Arbeit und Privatleben. Deutsche Anwender verhalten sich hingegen ähnlich wie eidgenössische User: 61 Prozent der deutschen Befragten haben keine Arbeitskollegen in ihrer Facebook-Freundesliste.

Zurückhaltung und Diskretion sind in Social Networks besonders wichtig, erklärt Falk von Westarp, Chef von Monster Worldwide Switzerland. «Denn was einmal veröffentlicht wurde, kann ungewollte Wege gehen und wird immer in irgendeiner Form gespeichert bleiben», so der Leiter von Monster.ch. In zahlreichen Unternehmen ist der Zugriff auf soziale Netzwerke nicht gestattet. So hat etwa der Autokonzern Porsche erst vor Kurzem all seinen Angestellten die Nutzung von Onlinediensten wie Facebook aus Angst vor Industrispionage untersagt.

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