Apple und seine Milliarden
Apple ist an der Börse das wertvollste Unternehmen der Welt. Aktionäre hat der iPhone-Hersteller schon lange nicht mehr mit einer Dividende beglückt, also wird der Konzern sein Vermögen für den nächsten Umsatzbringer einsetzen.

» Von , 15.02.2012 11:14.
Erstmals ist die Apple-Aktie mehr als 500 Dollar wert. Im ersten Quartal seines neuen Geschäftsjahres 2011/2012 hat der Konzern einen Umsatz von 46,33 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet, 13,06 Milliarden Dollar sind an Gewinn geblieben. Die Barreserven sind auf 97,6 Milliarden US-Dollar angestiegen. Soweit die Fakten. Kaum jemand kann sich jedoch wohl vorstellen, wie viel 46,33 Milliarden US-Dollar sind. Da helfen nur Vergleiche: Den Quartalsumsatz Apples hat die Website applemademoremoneythan.com in Relation gestellt. Von den 46,33 Milliarden Dollar könnte man eta 72'220 Goldbarren kaufen oder annähernd 30 Mars-Missionen finanzieren. Weniger witzig, aber deutlich aufschlussreicher sind die Vergleiche mit der Konkurrenz und Apples eigener Vergangenheit: Die 46,33 Milliarden Dollar Quartalsumsatz entsprechen demnach dem doppelten Jahresumsatz des BlackBerry-Herstellers RIM oder dem Gesamtwert, den Apple im Jahr 2004 hatte.
Aktien fünfzigmal so viel wert
Hätte man im Januar 2004 etwa 1000 Dollar in Apple-Aktien investiert, so wäre dieser Anteil am Mac-Hersteller nun fast 50'000 Dollar wert. Hat man den Kursverlauf vor Augen, kann man schon eine Antwortmöglichkeit auf die Frage nach Apples Verwendung der Barreserven streichen: Dividende wird Apple kaum zahlen. Während andere Unternehmen ihre Aktionäre mit regelmässigen Ausschüttungen am Gewinn beteiligen und so bei Laune halten, hat Apple das nicht nötig. Der Kursgewinn allein sorgt für zufriedene Aktionäre. Die letzte Dividende hat Apple im November 1995 gezahlt, ein Jahr, bevor Steve Jobs zum angeschlagenen Unternehmen zurückkehrte.
Die Gewinne, die Apple seit Ende der 1990er Jahre mit Ausnahme zweier kurzer Schwächephasen wieder machte, investierte das Unternehmen unter anderem klug in Infrastruktur und legte mit dem iTunes Store die Grundlagen für den Erfolg des iPhone. Der Antwort auf die eingangs gestellte Frage kommen wir näher: Apple wird seine Barreserven wie in der Vergangenheit in das «nächste grosse Ding» investieren.
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